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02-02-10
Simplified by Brain: Das perfekte Lebenshilfetool Gehirn

Wer ein Gehirn hat, braucht eigentlich keine Lebenshilfe mehr, denn es organisiert sich und damit uns hervorragend selbst nach wichtig, dringend, unwichtig und nicht dringend. Diese Erkenntnis liefert die Arbeit „Conscious und Unconscious Control of Bahavior“ des Hirnforschers Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth.
Da das Gehirn im Verhältnis zu seinem Gewicht ein extrem hohes Maß an Körperenergie verbraucht, arbeitet es im permanenten Energiesparmodus. Die meisten unserer täglichen Verrichtungen laufen daher automatisiert und ökonomisch im unbewussten Modus ab. Wann immer möglich, folgt unser Handeln den schnellen und präzisen unbewusst-subcortikalen Mechanismen.
Nur wenn unser Gehirn mit einer unbekannten wichtigen Information konfrontiert ist, für die es noch kein prä-etabliertes Programm gibt, wird die Information in das kortikale Bewusstsein upgeloadet, da das System des Kortex extrem viel Energie verbraucht. Im Kortex werden Emotionen, Wünsche und Pläne mit ihren Alternativen und Konsequenzen reflektiert, und schließlich bildet sich eine „intention to act“.
Roth macht deutlich, dass es dabei immer zu einer Rückkoppelung mit dem subkortikalen limbischen System kommt, bevor sich dann ein „act of will“ herauskristallisiert. So verbleibt die Kontrolle von Aktionen immer in den Händen des Unbewussten.
Gerhard Roth: Conscious and Unconscious Control of Behavior
In: M. W. Greenlee (ed.): New Issues in Experimental and Applied Psychology – A Festschrift for Alf Zimmer
Pabst (Lengerich/Berlin), 236 pages, ISBN 978-3-89967-564-1
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