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20-12-09
Ärger im Wald: Wie unterschiedliche Bedürfnisse der Erholungssuchenden zu Unzufriedenheit führen

Etwa 40 Prozent der Bevölkerung in Europa nutzen den Wald als Ort der Erholung. Aber nicht immer verlaufen diese Freizeitaktivitäten ohne Konflikte – sowohl in ökologischer als auch sozialer Hinsicht. Durch die heterogenen Motivationen von z. B. Wanderern, Mountainbikern, Reitern oder Drachenfliegern und deren Erwartungen an den gemeinsam genutzten Freizeitraum kann es zu Spannungen zwischen den Gruppen kommen.
Da sich der Raum für Freizeitaktivitäten in der Natur nicht beliebig ausdehnen lässt, müssen moderne Besucherlenkungskonzepte ein Miteinander verschiedener Erholungsaktivitäten ermöglichen, postuliert Dr. Carsten Mann von Cemagref (Aubière, Frankreich). Im Rahmen seiner Forschungen zu Landnutzungskonflikten führte er eine Untersuchung zu Erholungskonflikten im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord durch und stellte dabei exemplarisch die Verschiedenartigkeit von Aktivitätsgruppen sowie deren Konfliktempfinden dar. Insgesamt wurden 601 Erholungssuchende interviewt, die in 80 Vereinen organisiert waren. Während z. B. Müll und Vandalismus sowie Besucher mit frei laufenden Hunden von den meisten Befragten als störend empfunden werden, scheint dies für Gleitschirm-/Drachenflieger weniger relevant zu sein, und während beispielsweise Reiter die Zahl von Mountainbikern als zu groß empfinden, stören sich die Wanderer ihrerseits an den „zu vielen Reitern“.
Die detailliert aufgeführten Studienergebnisse zeigen, dass Crowding und störendes Verhalten durch andere Besucher von Erholungsgebieten je nach ausgeführter Freizeitaktivität der einzelnen Befragten unterschiedlich bewertet werden, auch wenn sich insgesamt eine hohe Toleranz zeigt. Die vorgefundenen infrastrukturbezogenen und sozialen Konflikte wurden mithilfe von Natursportexperten diskutiert und interpretiert und gewinnen so Alltagsnähe und Relevanz für das Management des Naturparks.
Carsten Mann: Wenn das Erholungserlebnis gestört wird – Die Anwendung eines sozialpsychologischen Konfliktanalysemodells
In:
Umweltpsychologie, 13. Jahrgang, Heft 2, 2009
Pabst, Lengerich/Berlin
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 - Ute Buse lebt und arbeitet in Berlin u. Bremen; sie malt großformatige Bilder in Acryl und Öl auf Leinwand oder Holz, sowie kleinere Serien auf verschiedensten Materialien. www.utebuse.de
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