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09-08-08
Bei pubertären Essstörungen sollten Eltern reagieren


In der Pubertät kann es zu krankhaften Ernährungsstörungen kommen. Dann entwickeln sich das Essverhalten und die Verantwortung gegenüber dem eigenen Körper. Grundsätzlich sollten Eltern dem Thema Essen keine zu große Aufmerksamkeit schenken. Bei Essstörungen ist das anders – dann sollte reagiert werden.


Grundsätzlich sollten Eltern dem Thema Essen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Beobachten sie allerdings ein verändertes Essverhalten bie ihren Kindern, muss deutlich reagiert werden. Der Diplom-Psychologe Andreas Engel von der Bundeskonferenz für Erzeihungsberatung rät Eltern ihre Beobachtungen und ihre Besorgnis anzusprechen. Zusätzlich sollte sich umfassend über des Thema der Essstörung informiert werden. Leidet ein Jugendlicher unter einer Störung, unterstützen Erziehungs- und Beratungsstellen die Familien.

Der Körper von Jugendlichen verändert sich in der Pubertät. Das Körperbild und ihr Gewicht beschäftigen besonders Mädchen in dieser Phase. Sie entwickeln dann eine Vorstellung davon, was schön und attraktiv ist. Die jungen Frauen lernen, wie sie durch das Kontrollieren der Ess-Mengen Herrin über ihren Körper werden. Die Eltern bestimmen nicht mehr das Essverhalten. Der junge Mensch übernimmt Verantwortung für den Körper.

Kontrolle über das Essen und das Gewicht zu haben, erzeugt laut Engel, häufig ein Gefühl von Macht und Euphorie. Das werde noch durch die Bewunderung von Gleichaltrigen verstärkt. Diese Prozesse können dazu führen, dass das vernünftige Mittelmaß nicht mehr wahrgenommen wird. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Gefahr, dass der Schlankheits- und Kontrollwunsch sich verselbstständigt – bis hin zur Magersucht.



Quellen / Links:

www.welt.de/wissenschaft/arti2292120/Bei_pubertaeren_Essstoerungen_sollten_Eltern_reagieren.html

 

Sipos, V., Schweiger, U.: Psychologische Therapie von Essstörungen

Pabst, 208 Seiten, ISBN 978-3-89967-034-9

 

Schuhler, P., Vogelgesang, M. (Hrsg.): Psychotherapie der Sucht – Methoden, Komorbidität und klinische Praxis

Pabst, 500 Seiten, ISBN 978-3-89967-277-0

 









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