SHOPNEWSBÜCHERBUCHREIHENJOURNALEEVENTSCONGRESSPAPERKOMMENTARE



 

Sie befinden sich hier: NEWS » Aktuelle News Psychologie » News lesen

« zurück

14-07-08
Dominanz wird bei Ärztinnen abgelehnt, bei Ärzten jedoch akzeptiert


"Trifft eine Ärztin auf einen Patienten, treten medizinische Aspekte in den Hintergrund, und psychosoziale Fragen dominieren den Gesprächsinhalt. Ärztinnen zeigen eher ein partnerschaftliches Verhalten und Anteilnahme. In einer Studie dauerte der Patientenkontakt bei Ärztinnen durchschnittlich zwei Minuten länger als bei ihren männlichen Kollegen", berichtet Dr. Oliver Decker, Medizinpsychologe in der Universität Leipzig.


"Ärztinnen haben besonders dann zufriedene Patientinnen und Patienten, wenn sie entsprechend dem Geschlechterstereotyp kommunizieren: also emotional und partnerschaftlich."
 
Ärzte formulieren ihre Therapievorgaben in der Regel als Direktive und deutlichen Imperativ, während Ärztinnen eher über Vorschläge zu gemeinsamen Handlungen sprechen. Ärzte tendieren eher zu hierarchischen Beziehungen; Ärztinnen neigen dazu, "Statusdifferenzen zu minimieren und die soziale Verbindung zu betonen."
 
Treten Ärztinnen jedoch kühl und dominant auf, sinkt die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten deutlich. Bei männlichen Ärzten wird das gleiche Verhalten jedoch akzeptiert, obwohl auch sie mit Fürsorge und Freundlichkeit ihre Akzeptanz erhöhen können.
 
In einem wissenschaftlich fundierten Ratgeber haben Decker und Kolleginnen alles Wissenswerte für die ärztliche Kommunikation zusammengestellt.



Quellen / Links:

K. Rockenbauch, O. Decker, Y. Stöbel-Richter: Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis

Pabst, 284 Seiten, ISBN 978-3-89967-330-2









alttext