Was verbindet qualitative Methoden der Psychologie miteinander? Scheinbar kaum mehr als die gemeinsame Ablehnung von naturwissenschaftlichem Empirismus. Zur Bestimmung von Methoden als wissenschaftliche Problemlöseinstrumente hat Herbert Fitzek einen Vergleichsmaßstab entwickelt, mit dem verschiedene Konzepte im Hinblick auf konstante Methodenstandards – Gegenstandsgewinnung, Problemrealisierung, Materialerschließung, Theoriedurchdringung, Konsequenz der Ableitung, Heuristische Tiefe, Prägnanz und Relevanz – geprüft, verglichen und bewertet werden können. Als Beispielkonzepte wurden „Qualitative Inhaltsanalyse“ und „Morphologische Psychologie“ gegenübergestellt. Dabei zeigten sich neben unüberbrückbar erscheinenden Unterschieden auch unvermutete Gemeinsamkeiten. Neben dem Vergleich der Konzepte liegt mit der Studie erstmals eine historische und systematische Darstellung von Inhaltsanalyse und Morphologie als traditionsreiche kulturwissenschaftliche Konzepte der Psychologie vor.
Quellen / Links:
Herbert Fitzek: Inhalt und Form von Ausdrucksbildungen als Zugangswege zur seelischen Wirklichkeit
Pabst, 448 Seiten, ISBN 978-3-89967-444-6