Das Lernen am PC (fachsprachlich: per Hypertext) ist für die Mehrheit der Schüler weniger effizient als herkömmliche Methoden, stellte Dr. Heike Gerdes (Köln) in einer Studie fest. Bei einem hohen Vorwissen verschwindet der Nachteil jedoch - und kann sich in einen Vorteil verwandeln.
Professor Dr. Wolfgang Schnotz und Kollegen (Landau) zeigen, dass "Lernende mit höherem Vorwissen von semantischen Lernhilfen eher profitieren, während bei Lernenden mit niedrigem Vorwissen eher die Gefahr besteht, dass sie durch diese Hilfen kognitiv überlastet werden."
Professor Dr. Gerhard Weber (Freiburg) belegt anhand evaluierter Beispiele: Besitzen Nutzer bereits ein Vorwissen und ist das Programm daran gut adaptiert, kann der Zeitaufwand um bis zu 80% reduziert und das Ergebnis gleichzeitig um 10 bis 20% verbessert werden.
Schnotz und Kollegen empfehlen allerdings, "Lernumgebungen möglichst nicht mit Lernhilfen zu überfrachten. Weniger kann hier mehr sein ..."
Quellen / Links:
Heike Gerdes: Lernen mit Text und Hypertext. Pabst, ISBN 3-931660-54-0, 212 Seiten
Astrid Schütz u.a. (Hrsg.): Neue Medien im Alltag - Befunde aus den Bereichen Arbeit, Lernen, Freizeit. Pabst, ISBN 3-89967-238-0, 320 Seiten
darin S. 189-203
Wolfgang Schnotz, Andrea Heiß, Antje Eckhardt:
Wann sind Lernhilfen in hypermedialen Lernumgebungen erfolgreich?
und S. 204-219
Gerhard Weber:
Adaptive Lernkurse im Internet