24-07-07 Cannabis: Jeder zweite Jugendliche möchte es probieren
Immer jüngere und immer mehr Jugendliche konsumieren Cannabis. 19% der 12-bis 25-jährigen Deutschen besaßen 1997 Cannabis-Erfahrung, während der folgenden 10 Jahre stieg der Anteil weit über 30%. Noch deutlicher wuchs die Probierbereitschaft im gleichen Zeitraum - von mehr als 20% auf etwa 50%, berichten Dr. Kay Uwe Petersen und Professor Dr. Rainer Thomasius (Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, Hamburg) in einer Expertise.
Das Gefährdungspotential des Cannabis-Konsums:
- Verbrennungsrückstände über das Rauchen von Marihuana zeigen deutliche Folgen - Karzinome im Mund- und Rachen-Bereich, Kurzatmigkeit, Brustenge. - Insbesondere kurz nach der Cannabis-Aufnahme wird das Herz-Kreislauf-Sytem überlastet, u.U. mit einem Myokardinfarkt. - Orgasmusstörungen sind eine häufige Folge. - Nimmt eine Schwangere Cannabis, gefährdet sie ihr Kind physisch und psychisch. - Der Konsum erhöht das Risiko für die Entwicklung von psychotischen und depressiven Symptomen - bis hin zur Suizidalität. Ein vorzeitiger Schulabbruch ist häufig.
Wer besonders früh - also bereits vor dem 16. Lebensjahr - mit dem Cannabis-Konsum beginnt, ist in besonderem Maß gefährdet, eine Sucht zu entwickeln und weitere Drogen zu nehmen.