Sowohl Kreativität als auch Gesundheit lassen sich im Arbeitsalltag durch drei Faktoren fördern: Selbstbestimmung, Anforderungsvielfalt und gutes Betriebsklima. Dies ergab eine Studie des psychologischen Instituts der Technischen Universität München.
Dipl.-Psych. Jennifer Gunkel und Kollegen berichten in der unabhängigen Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie": Den stärksten positiven Einfluss scheint die Autonomie auf Kreativität und Gesundheit zu haben. Dazu gehören
- der Handlungsspielraum, Verfahren und Mittel sowie die zeitliche Organisation einer Aufgabe eigenständig auszuwählen;
- der Gestaltungsspielraum, der Möglichkeiten zur selbständigen Gestaltung von Vorgehensweisen gibt;
- Entscheidungskompetenzen in der Tätigkeit selbst.
Bei der Anforderungsvielfalt plädieren die Autoren nicht nur für "abwechslungsreiche Aufgaben." Es werden auch "weiche" Bereichs/Abteilungs-Grenzen empfohlen, d.h. Kooperation und Unterstützung zwischen den Bereichen.
Psychologen der Universitäten Bochum und Salzburg belegen in der gleichen Zeitschriftenausgabe, dass Commitment - als wesentlicher Teil eines guten Betriebsklimas - innovatives Verhalten deutlich verstärkt.
Quellen / Links:
Jennifer Gunkel, Britta Herbig, Jürgen Glaser:
Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess
Wirtschaftspsychologie 2/2007, S. 4-15
Christian Schwennen, Bernhard Streicher, Eva Jonas, Björn Krämer:
Commitment als Promotor für innovatives Verhalten am Arbeitsplatz
Wirtschaftspsychologie 2/2007, S. 34-42