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16-05-07
Dank Regressionsanalyse: Die Attraktivität der Frau wird exakt messbar


"Kollektive Ignoranz kann zu erstaunlich guten Vorhersagen führen", ermittelte Dr. Stefan Herzog (Basel) anhand der letzten Fußball-Weltmeisterschaft: Simple Laienprognosen trafen häufiger zu als das komplexe FIFA-Urteil. Diese und mehr als 500 weitere Studien offerierte in Trier die "49. Tagung experimentell arbeitender Psychologen".


Dank Regressionsanalyse: Die Attraktivität der Frau wird exakt messbar

Dr. Mark Vollrath (Braunschweig) untersuchte, warum junge und alte Autofahrer wesentlich mehr Unfälle verursachen als Verkehrsteilnehmer mittleren Alters: Die Junioren treffen häufig Fehlentscheidungen, bei den Senioren mangelt es gelegentlich an der zügigen, umfassenden Wahrnehmung.
 
Dr. Martin Gründl (Regensburg) ergründete eine Kernfrage der Männer: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Attraktivität einer Frauenfigur anhand ihrer Körpermaße sehr präzis vorhergesagt werden kann. Die Regressionsanalyse klärt eine Varianz von .73 auf. Wichtige Prädiktoren sind z.B. das Brust-Unterbrust-Verhältnis, Brust-Taillen-Verhältnis, Brust-Hüft-Verhältnis, Taillen-Beinlängen-Verhältnis und ein Androgynitätsindex (Maß für eine typisch weibliche Figur)." Auf der Basis dieses Regressionsmodells hat Gründl "eine Formel entwickelt, mit der die Attraktivität einer beliebigen, frontal aufgenommenen Frauenfigur auf einer Skala von 0 bis 100 gemessen werden kann."
 
Dr. Daniela Schoofs (Bielefeld) befasste sich mit einer vergleichsweise banalen Frage: Beeinflusst akuter Stress das Arbeitsgedächtnis? Antwort: Ja. Die Versuchspersonen benötigten nach der Stressituation signifikant längere Reaktionszeiten. Die Autorin vermutet, dass "die Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses durch den Einfluss von Cortisol auf den Präfrontalcortex vermittelt wird."
 
"Depressive Patienten leiden häufig an wiederkehrenden, negativen Gedanken. Als Ursache dieser Rumination wird in der Literatur ein Inhibitionsdefizit bei Depressiven diskutiert." Dr. Manja Metzker und Kollegen (Dresden) überprüften die Hypothese: Gelingt es den Depressiven (im Gegensatz zu Gesunden) nicht, den Blick auf negative Stimuli zu inhibieren? Das Ergebnis überraschte: Depressive zeigen kein Inhibitionsdefizit, im Gegenteil: Sie inhibieren gründlich - negative wie positive Informationen. Gesunde jedoch inhibieren selektiv - meist nur Negatives; das Positive bleibt ihnen präsent ...



Quellen / Links:

Karl F. Wender, Silvia Mecklenbräuker, Günter Daniel Rey, Thomas Wehr (Hrsg.): Beiträge zur 49. Tagung experimentell arbeitender Psychologen. Pabst, ISBN 978-3-89967-371-5









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