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08-05-07
Imaginationen: als Einzel- und als Gruppentherapie erfolgreich


"Das Katathyme Bilderleben nimmt auch im Gruppensetting einen wichtigen Platz im psychotherapeutischen Methodenspektrum ein", empfiehlt Prof. Dr. Erdmuthe Fikentscher (Halle). "Insgesamt bildet sich ein zunehmend stabilisierendes ´Gruppen-Ich´ heraus, in dem sich durch das gegenseitige Kennenlernen der Symbole und die anschließende Durcharbeitung im Gespräch eine tragfähige emotionale Beziehung zwischen den Gruppenmitgliedern entwickelt."


Imaginationen: als Einzel- und als Gruppentherapie erfolgreich

In dem neu erschienenen Therapieleitfaden "Beziehung und therapeutische Imaginationen" beschreibt die Ärztin ein Fallbeispiel - mit dem Ergebnis:
 
"Der Zugang zu emotionalem Erleben und zu flexiblerer Rollengestaltung wuchs deutlich. Der Konflikt zwischen Abhängigkeit und Autonomie machte auch beim Scheitern an überhöhten Idealvorstellungen deutlich, wodurch die Angst vor Nähe entstand, weshalb starke Kontrollbedürfnisse und Abgrenzungstendenzen auftraten.
 
Passive Erwartungshaltungen hinsichtlich Erfüllung symbiotischer Wünsche konnten ebenso bearbeitet werden wie narzisstische Reaktionen mit Selbstüberhöhung sowie Rationalisierungstendenzen ... Der Zugang und die Integration emotionaler Bedürfnisse sowie das Einlassen auf Kontakt, Zuwendung und Abgrenzung wurden zunehmend möglich ..."
 
Professor Dr. Heinz Hennig (Halle) schreibt: Imaginationen werden inzwischen in den verschiedensten psychotherapeutischen Schulen genutzt. "So verwenden z.B. Verhaltenstherapeuten Vorstellungsbilder von realen Situationen, Personen oder Gegenständen als Medien für bestimmte Lernvorgänge (kognitive Umstrukturierungen) bei Desensibilisierungen oder Konfrontationen sowie beim symbolischen Modelllernen ..."



Quellen / Links:

H. Hennig, E. Fikentscher, U. Bahrke, W. Rosendahl: Beziehung und therapeutische Imaginationen - Katathym Imaginative Psychotherapie als psychodynamischer Prozess. Ein Leitfaden. Pabst, 312 Seiten, ISBN 978-3-89967-357-9.









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