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19-04-07
Raucherinnen greifen nach der Niederkunft meist wieder zur Zigarette

Etwa 20 Prozent der Frauen in Deutschland rauchen auch während der Schwangerschaft. Durch Aufklärung und psychologische Intervention ist eine Minderheit von ihnen dazu zu bewegen, den Nikotinkonsum zu reduzieren oder einzustellen. Doch einige Wochen und Monate nach der Niederkunft kehren die meisten Mütter wieder zu ihrem gewohnten Rauchverhalten zurück, stellten Dr. Wolfgang Hannöver und Kollegen (Universität Greifswald) in einer Studie fest.
Nikotinkonsum während der Schwangerschaft kann wesentliche Komplikationen verursachen, z.B.: - Spontanabort, vorzeitige Geburt, Riss der Fruchtblase - Totgeburt, Sterblichkeit nach der Geburt, Unterentwicklung, Hasenscharte - Plötzlicher Kindstot, Lungenkrebs, Infektionen des Atemtrakts, Mittelohrentzündung, gestörte Lungenfunktion, Asthma
Da Frauen während der Schwangerschaft für die Nikotinproblematik sensibilisiert sind, bestünde in dieser Phase die größtmögliche Chance einer längerfristigen Raucherentwöhnung. Daher sollten die etablierten Methoden der Aufklärung und psychologischen Intervention kritisch hinterfragt und ggfs. deutlich verbessert werden, fordern Hannöver und Kollegen.
Quellen / Links:
Wolfgang Hannöver, Kathrin Röske, Jochen Rene Thyrian (Eds.): Smoking Cessation and Relapse Prevention in Women Post Partum. 2007, 120 Seiten. Pabst Science Publishers
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