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09-02-07
Betriebsführung: Verschiebung von der strategischen zur operativ-beziehungsbezogenen Ebene


Zwischen der strategischen und der operativen Ebene liegt in den meisten Betrieben eine tiefe, riskante Kluft. Die Überbrückung ist per Reflexion und Dialektik möglich, beschreiben Albert Vollmer (Zürich) und Kollegen in ihrer Neuerscheinung "Kooperatives Handeln zwischen Kontinuität und Brüchen in neuen Tätigkeitssystemen".


Organigramm

Bislang überwiegt ein "Denken in den Termini der Planbarkeit, der Berechenbarkeit, der Vorausnahme der Zukunft durch das Fortschreiben der Vergangenheit. Organisationales Handeln wurde lange Zeit und wird noch immer vor allem aus einer strategischen Perspektive heraus zu lenken versucht." Dabei bestimmen häufig Akteure, denen der persönliche Bezug zu den Werken und produktiven Arbeitsprozessen längst abhanden gekommen ist.
 
Vollmer und Kollegen untersuchen im Kontrast dazu die Probleme der Arbeitenden vor Ort. Im Hinblick auf die Frage nach dem Gelingen von Zusammenarbeit werden mit dieser Perspektivenverschiebung Begriffe wie "situative Bewältigung und arbeitsteilig geplante Aufträge" wichtig. Fehler, Vertrauen, Konflikte avancieren zu zentralen Themen - mit höchster Relevanz auch für das betriebswirtschaftliche Ergebnis.



Quellen / Links:

Albert Vollmer (Hrsg.): Kooperatives Handeln zwischen Kontinuität und Brüchen in neuen Tätigkeitssystemen. Beiträge von C. Kumbruck, S. Kröniger, T. Manser, G. Möll, J. Sydow, A. Vollmer, Th. Wehner, M. Zölch. Pabst, ISBN 978-3-89967-331-9.









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