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26-01-07
Berliner sehen ihre Stadt kaum in einer Vorreiterrolle

Berlin verlor nach dem zweiten Weltkrieg den Metropolen-Status. Wird die Stadt nach der Wiedervereinigung von den eigenen Bewohnern wieder als Metropole wahrgenommen? Privatdozent Dr. Reinhard Beyer und Kollegen (Humboldt-Universität) befragten 200 Berliner. Die Mehrheit stimmte zu, doch das Bild ist so uneinheitlich wie die Stadt.
Die "bedeutende Geschichte" und der "internationale Charakter" Berlins werden von den Befragten an erster Stelle hervorgehoben. In der Wertung folgen die Merkmale "Kulturzentrum", "touristisches Zentrum", "repräsentative Bauten". Mit größerem Abstand folgen "vielfältige Sport- und Freizeitbedingungen", "spezifische Stadtstruktur", "Politisches Zentrum", "Ausstrahlung", "Medienpräsenz", "Bildungszentrum" und "spezifische Mentalität der Bewohner". Am Ende der Skala rangieren die Aspekte "Spezifische Einwohnerstruktur", "Wirtschaftszentrum" und "Vorreiterrolle".
Wo sehen viele Befragte Berlin unterhalb des wünschenswerten Metropolen-Levels? Die höchste Unzufriedenheit bekunden sie beim Thema "spezifische Einwohnerstruktur", "Vorreiterrolle", "Bildungszentrum", "Wirtschaftszentrum", "spezifische Mentalität der Bewohner", "Sport- und Freizeitbedingungen", "Medienpräsenz".
Doch mit der bedeutenden Geschichte, dem Touristenzentrum, den repräsentativen Bauten und der Internationalität sehen die Befragten ihre Stadt anderen Metropolen überlegen.
Quellen / Links:
Reinhard Beyer u.a.: "Charakteristik einer Metropole aus psychologischer Perspektive - das Beispiel Berlin" In: "Umweltpsychologie", Themenheft "Stadtpsychologie" (Hrsg. H.A. Mieg, Ch. Hoffmann), Pabst Science Publishers
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