28-08-06 Arbeitslose Jugendliche: mit Abenteueraktivitäten den Weg zum Berufserfolg finden
Die Mehrheit der gering qualifizierten arbeitslosen Jugendlichen kann durch ein erlebnispädagogisches Training zu einer Qualifizierung motiviert werden. Dr. Florian Löbermann, Personalexperte in Braunschweig, entwickelte das zielgruppenspezifische Training und weist die Wirksamkeit in seiner Dissertation nach.
Neben diversen Qualifikationen und Zertifikaten fehlt gering qualifizierten arbeitslosen Jugendlichen vor allem das Potential, ihr Leben selbst aktiv zu "managen". Die Handlungsweise ist "häufig spontan und unreflektiert", "Selbststeuerung und Selbstbewußtsein" sind wenig ausgeprägt. Daher verfolgt das Training v.a. drei Ziele: Die Teilnehmer sollen
eine realistischere Selbsteinschätzung erlangen,
ihre eigenen, selbst-bezogenen Ziele finden
und in die Lage versetzt werden, ihre eigenen Ziele effektiver zu verfolgen.
"Für eine erfolgreiche Arbeit innerhalb des Trainings ist es notwendig, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Eventuell bestehende negative Erfahrungen aus der Schulzeit oder aus Qualifizierungsmaßnahmen wirken sich auf die Einstellung dem Training gegenüber negativ aus." Daher empfiehlt Löbermann für diese Zielgruppe eher ungewohnte Methoden - z.B. erlebnispädagogische Elemente. "Durch Abenteuer-Aktivitäten kann ein Jugendlicher darin unterstützt werden, den Kreislauf des Misserfolgs zu durchbrechen" und sich realistischer einzuschätzen. "Gerade weil Jugendliche häufig unsicher in der eigenen Einschätzung sind, über- oder unterschätzen sie sich und behindern damit einen Erfolg versprechenden Einsatz ihrer Kräfte."