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01-08-06
"Internetsüchtige" meist angstgestört oder depressiv


"Internet-Sucht" tritt meist auf dem Boden eines psychischen Grundleidens auf - in dieser Häufigkeitsreihenfolge: Angststörungen, depressive Episoden, Substanzabhängigkeiten, posttraumatische Belastungsstörung. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Silvia Kratzer (Universität Augsburg) in ihrer Studie "Pathologische Internetnutzung".


"Internetsüchtige" meist angstgestört oder depressiv (Bild: ap)

Anders als bei den bisherigen Untersuchungen zum Thema beschränkte sich Kratzer nicht auf eine online-Umfrage; die Daten wurden in persönlichen Gesprächen erhoben - mit dem standardisierten Munich Composite International Diagnostic Interview von Wittchen & Pfister.

Bei den pathologischen Internet-Nutzern registrierte die Psychologin etwa 32 online-Stunden wöchentlich; die Mehrheit der Betroffenen ist im sozialen Leben stark verunsichert, Rückenschmerzen und Nervosität sind überhäufig.

Kratzer folgert aus ihrer Diagnose: Therapie der Internet-Abhängigkeit bedeutet in erster Linie Therapie der Grunderkrankung - mit der Folge eines reduzierten, moderaten Internet-Gebrauchs.



Quellen / Links:

Silvia Kratzer: "Pathologische Internetnutzung". Pabst 2006, 112 Seiten, ISBN 10:3-89967-317-4 .









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