22-06-06 Pressekonferenz: Personalauswahl in Deutschland oft dilettantisch und ungerecht
"Die Personalauswahl in Deutschland verläuft häufig dilettantisch und ungerecht: Ein großer Teil der psychologischen Testverfahren ist grober Unfug und bestenfalls überflüssig; bei einigen Methoden sind Hochstapler im Vorteil." Zu diesem Ergebnis kommt eine Expertengruppe; sie stellt in einer Pressekonferenz Möglichkeiten einer professionellen, fairen Personalauswahl vor: Freitag, den 23. Juni, 15.00 Uhr im Wöllhaff-Konferenz-Center im Flughafen Köln-Bonn.
Professor Dr. Karl Westhoff und Kollegen (TU Dresden) berichten über die aktuell gesicherten Qualitätsanforderungen an jede Art berufsbezogener Eignungsbeurteilung (entsprechend der neuen DIN 33430). Die Wissenschaftler betonen den Nutzen einer qualifizierten Personalauswahl für alle Beteiligten:
- Beurteilte erhalten den "passgenauen" Arbeitsplatz, erreichen bessere Leistungen und eine höhere Zufriedenheit - Arbeitgeber vermeiden eine überflüssige Fluktuation und steigern den Gewinn.
Dr. Albert Nussbaum und Kollegen (Wiesbaden) weisen die Profitabilität der qualifizierten Personalauswahl anhand eines großen Papierwerks nach: Die Gewinne wurden um mehr als 10% über den Branchendurchschnitt gesteigert.
Professor Dr. Klaus Kubinger (Wien) und Kollegen testen angehende Richter und Justizvollzugs-Verantwortliche: Neben der fachlichen ist die charakterliche Eignung für die Einstellung wichtig, und der politische Einfluß tritt zurück.
Dr. Veronika Lux (Köln) diagnostiziert angehendes Führungspersonal einer Großbank und verhindert, daß charakterlich Ungeeignete dank etablierter Seilschaften die Karriereleiter aufsteigen ...
Die Wissenschaftler publizieren ihre Studienergebnisse in zwei Büchern: