Etwa 1,6 Millionen Bundesbürger konsumieren gelegentlich, etwa 0,4 Millionen täglich Cannabis - insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene. Bei mehr als 100 Tausend ist eine Abhängigkeit zu diagnostizieren. Dipl.-Psych. Dr. H.P. Tossmann (Berlin) sieht demgegenüber ein völlig unzulängliches Hilfeangebot in den Bereichen Prophylaxe und Therapie.
Das Substanzverlangen ist bei Cannabisabhängigen noch stärker als bei Alkoholkranken. Auch der Begleitkonsum weiterer psychotroper Substanzen ist ausgeprägter; häufig kommen hinzu: Alkohol, Tabak, Sedativa, Stimulantien, Opioide. Drei Voraussetzungen begünstigen den Cannabis-Konsum, berichtet Professor Dr. G. A. Wiesbeck (Basel):
- familiäre Vorbelastung mit Abhängigkeitserkrankungen - einfache Verfügbarkeit der Droge - vorbestehende Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit
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