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12-04-18
Talkshow Sandra Maischberger: Kriminalität fällt, Kriminalitätsfurcht steigt

Talkshow Sandra Maischberger: Kriminalität fällt, Kriminalitätsfurcht steigt



 

Die gestrige Talkshow von Sandra Maischberger diskutierte die zunehmende Kriminalitätsfurcht. AFD und rechter Flügel der Union profitieren von der Tendenz - und ignorieren, dass die tatsächliche Kriminalität in weiten Bereichen zurückgeht. Professor Dr. Rudolf Egg belegt in einer Studie, dass in diesem Bereich zwischen Furcht und Realität kaum ein Zusammenhang besteht.

 

Egg weist auf das Kriminalitätsfurcht-Paradox hin: Es besagt, "dass anscheinend jene Menschen am meisten Angst vor Straftaten haben, die objektiv am wenigsten betroffen sind (z.B. ältere Frauen), während umgekehrt Personen mit hohem Opfer- oder Viktimisierungsrisiko (z.B. junge Männer) die geringste Kriminalitätsfurcht haben."

 

Die mitternächtliche Sendung von Sandra Maischberger stellte drei weiterführende Aspekte zur Diskussion:

 

- Der frühere Innenminister Gerhart Baum fragte: Sollte die Polizei von Bagatell-Straftaten entlastet und auf schwerwiegende Delikte konzentriert werden?

 

- Der Kriminologe Professor Dr. Thomas Feltes gab zu bedenken: Eine Legalisierung eines kontrollierten Cannabis-Konsums könnte die Drogenkriminalität austrocknen. Und: Eine engagierte Sozialarbeit in der Szene könnte mehr bewirken als erhöhte polizeiliche Repression.

 





Rudolf Egg: Viktimisierung - das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden. In: Dauer, Doberenz, Orth, Teichert (Hrsg.) Rechtspsychologie zwischen Politik, Justiz und Medien. Pabst 296 Seiten. Paperback ISBN 978-3-89967-488-0









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