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17-01-18 Lernstörungen: Forschungsergebnisse für die Praxis aufbereitet Eine neue, frei verfügbare Broschüre soll dazu beitragen, Kinder mit Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenstörungen besser erkennen und unterstützen zu können. Sie zieht eine Zwischenbilanz des seit 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsschwerpunkts „Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“. Die Ergebnisse der beteiligten Projekte – darunter viele Förderprogramme und empirisch überprüfte Diagnoseverfahren – werden knapp und verständlich dargelegt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Nutzungsmöglichkeiten für Kitas, Schulen und Eltern.
Wissenschaftlich erprobte Diagnose- und Förderinstrumente werden dringend gebraucht: „Etwa jedes achte Schulkind in Deutschland ist von einer Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten betroffen“, erläutert Professor Dr. Marcus Hasselhorn, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der die Koordinierungsstelle des Forschungsschwerpunkts gemeinsam mit Professor Dr. Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München, leitet. Von einer solchen Entwicklungsstörung spricht man, wenn Kinder im Vergleich zu Gleichaltrigen erhebliche Defizite beim Lesen, Rechtschreiben und/oder Rechnen zeigen, obwohl sie gemäß ihrer Intelligenz über eine normale allgemeine Lernfähigkeit verfügen. „Es ist von hoher Bedeutung, Entwicklungsstörungen oder die Anzeichen dafür früh zu erkennen, um den Kindern mit fundierten Präventions- oder Förderprogrammen helfen zu können“, betont Professor Schulte-Körne. https://idw-online.de/de/news687508 |