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18-12-17
Sonderschüler begegnen wachsendem Stress eher passiv oder destruktiv

Empirische Sonderpädagogik: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterliegen häufig einem erhöhten Stress und neigen zu eher passiven Bewältigungsformen, berichten Jennifer Beck und Heinrich Tröster (TU Dortmund) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".


Studienbefunde "legen nahe, dass Maßnahmen zur Förderung von Stressbewältigungskompetenzen bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bereits in der Primarstufe sinnvoll sein könnten, um die Entwicklung eines langfristigen passiven Coping-Stils und weiterer psychosozialer Beeinträchtigungen zu verhindern. Dies scheint auch insofern relevant, da Befunde nahelegen, dass sich Belastungen und Stresserleben über das Kindes- und Jugendalter erhöhen.

Außerdem deutet sich an, dass die Fördermaßnahmen an die individuellen Bedarfe der unterschiedlichen Zielgruppen angepasst werden sollten:

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sprechen dafür, bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen den Einsatz aktiver, problemorientierter Strategien zu stabilisieren und den Einsatz indirekter Strategien zu reduzieren.

Bei Kindern mit emotional-sozialem Förderbedarf sollten die problemorientierte Stressbewältigung zur Erweiterung des Bewältigungsrepertoires gestärkt sowie passive Bewältigungsformen und destruktive Emotionsregulationsstrategien reduziert werden", empfehlen Jennifer Beck und Heinrich Tröster.




Jennifer Beck, Heinrich Tröster: Stressvulnerabilität, Stressymptomatik und Stressbewältigung bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. In: Empirische Sonderpädagogik 3/17









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