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10-11-17
"Erinnerungen" an sexuellen Missbrauch, der nie stattfand

Angeblicher sexueller Missbrauch: Niemand weiß, wie häufig oder selten Erwachsene fälschlich bezichtigt werden, in der Vergangenheit ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Dr. Hans Delfs berichtet in einer Studie über eine eher seltene Konstellation: Junge Frauen mit besonderen psychischen Belastungen glauben plötzlich, ihre Verstörtheit auf einen sexuellen Missbrauch in früheren Jahren zurückführen zu können.


Diese Fehlerinnerungen - "False Memory" - können u.U. durch Suggestivfragen unprofessioneller PsychotherapeutInnen ausgelöst werden.

Delfs: "Induzierte 'Erinnerungen' an sexuellen Missbrauch entstehen vor allem bei Therapeuten, die sich zu der Auffassung bekennen, die meisten psychischen Probleme hätten ihre Ursache in traumatischen Kindheitserlebnissen. Die Erinnerungen an diese Ereignisse seien vom Patienten verdrängt worden, aber dennoch unbewusst vorhanden. Zur Genesung sei es zwingend erforderlich, die Erinnerung an diese Ereignisse wiederzufinden, was demnach das erste Behandlungsziel sei. Speziell bei ideologisch-feministischen Therapeuten verengt sich der Fokus sehr schnell auf sexuellen Missbrauch..."

Delfs beschreibt den wissenschaftlichen Hintergrund des Problems und konkrete Fälle, in denen betroffene junge Frauen und ihre Angehörigen in ein psychisches Chaos gestürzt wurden.




Hans Delfs: False Memory - "Erinnerungen" an sexuellen Missbrauch, der nie stattfand. Pabst 2017, 116 Seiten. ISBN Paperback 978-3-95853-324-0









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