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24-07-17
Fehlerhafte Stressverarbeitung macht krank und führt zu fehlerhafter Behandlung

Stress ist zunächst eine psychische Reaktion. Kann der Mensch sie nicht psychisch regulieren, folgen körperliche Beschwerden. Ärzte versuchen häufig, die Beschwerden medikamentös zu behandeln. Wenn die Stress-Ursache bestehen bleibt, wird die Therapie jedoch sinnlos - und möglicherweise sogar schädlich. Dr. Peter Schulz (Trier) warnt vor dieser "iatrogenen Verstärkung und Ausweitung der Krankheitssymptome" und empfiehlt, eine konstruktive Stressverarbeitung zu lernen. Nur das Entwickeln einer angemessenen Stresstoleranz ist langfristig heilsam.


In seinem Taschenbuch "Pathogene Stressverarbeitung und psychosomatische Störungen" kritisiert Schulz die Verschreibung von Pharmaka, die lediglich das Symptom lindern und damit die Ursache kaschieren. Frauen sind deutlich stärker betroffen als Männer. Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Anregungsmittel, Appetitzügler, Husten- und Abführmittel werden am häufigsten genommen. "Zunehmende Abhängigkeit vom medizinischen Versorgungssystem, unkritisches Befolgen ärztlicher Anweisungen zur Medikamenteneinnahme, Vernachlässigung des Selbsthilfepotentials usw. erhöhen immer die Gefahr des Medikamentenmissbrauchs."
 
Schulz warnt auch vor ärztlichen Empfehlungen wie:

  • sich schonen als wichtigste Heilmaßnahme
  • übermäßige Bettruhe
  • einseitig auf unnötige Entlastung im Beruf, Familie usw. setzen
  • sich mit der Erkrankung abfinden
  • krankheitsbedingte emotionale Symptome verbergen
  • bedrohliche Informationen ausblenden
  • die Verantwortung für Heilung an andere delegieren

Welche Beschwerden und Krankheiten lassen sich häufig - aber nicht immer und ausschließlich - auf mangelhaft verarbeiteten Stress zurückführen? Schulz nennt:

  • chronische Schlafstörungen
  • vitale Erschöpfung
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • chronische Schmerzen unterschiedlichster Art
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Esstörungen
  • Bluthochdruck u.a.



Peter Schulz: Pathogene Stressverarbeitung und psychosomatische Störungen. Pabst, 200 Seiten, ISBN 978-3-89967-393-7









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