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27-04-17
Wie ein Studium erfreulich und erfolgreich gelingen kann

Etwa 20 Prozent der Studierenden leiden unter psychischen Störungen bzw. Verhaltensstörungen. Die Situation der Dozierenden ist kaum besser. Die teilweise alarmierende Situation überrascht nicht. Denn die meisten Hochschulen verstoßen annähernd konsequent und stündlich gegen wissenschaftlich fundierte Empfehlungen der Arbeits- und Gesundheitspsychologie, analysiert Professor Dr. Manfred Mühlfelder. In seiner Monografie "Studieren macht krank oder Freude" gibt er konkrete, detaillierte Empfehlungen für Studierende, Dozierende und Verwaltende.


Aus der Arbeitspsychologie leitet Mühlfelder sieben Postulate für eine lernförderliche Gestaltung des Hochschullebens ab:

  • Ganzheitlichkeit der Lernaufgaben:Vollständige Lernaufgaben mit planenden, ausführenden und kontrollierenden Elementen. Studierende erkennen die Bedeutung und den Stellenwert ihrer Lernaktivitäten. Studierende erhalten Rückmeldung über den eigenen Lernfortschritt aus der Lerntätigkeit selbst.
  • Anforderungsvielfalt:
    Unterschiedliche Begabungen, Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten können geübt werden. Einseitige Beanspruchungen lassen sich vermeiden.
  • Möglichkeiten der sozialen Interaktion:
    Schwierigkeiten können gemeinsam bewältigt werden. Gegenseitige soziale Unterstützung hilft, Belastungen besser zu verarbeiten.
  • Handlungsautonomie:
    Stärkt die Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung.
  • Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten:
    Offene Lernformate, Entwicklung eigener Lernziele und -aufgaben fördern Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit.
  • Zeitelastizität und stressfreie Regulierbarkeit:
    Unangemessene Arbeitsverdichtung wird vermieden, und Freiräume für Reflexion werden geöffnet.
  • Sinnhaftigkeit der (Lern-)-Aufgabe:
    Übereinstimmung von Handlungszielen mit sinnhaften Normen und Werten.

"Im Vergleich zu anderen Formen der Studienorganisation erfordert ein solches Vorgehen ein anderes Lern- und Studierverhalten, als es die meisten Studienanfänger gewohnt sind. Nicht der lehrerzentrierte Unterricht steht im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erarbeiten und Aushandeln von Lernzielen und -inhalten durch die Studierenden selbst. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Eigenverantwortung werden dadurch gestärkt ..."




Manfred Mühlfelder: Studieren macht krank oder Freude. Pabst, 148 Seiten, ISBN Taschenbuch 978-3-89967-977-9, ISBN e-book 978-3-89967-978-6









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