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31-10-15
Wirtschaftspsychologie: Beim Gemeinwohl-Image führt die Feuerwehr auf Platz eins, BILD bildet das Schlusslicht

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal in Deutschland ein GemeinwohlAtlas erstellt und im Internet veröffentlicht (www.gemeinwohlatlas.de). In einer repräsentativen Erhebung wurden fast 8000 Personen im gesamten Bundesgebiet zum Gemeinwohlbeitrag von insgesamt 127 Firmen, öffentlichen Institutionen und NGOs befragt.


© PDU - Fotolia.com

Studienleiter Prof. Dr. Timo Meynhardt, Inhaber des Dr. Arend Oetker Lehrstuhls für Wirtschaftspsychologie und Führung an der HHL Leipzig Graduate School of Management sowie Managing Director eines Forschungszentrums an der Universität St.Gallen, sagt: „Der GemeinwohlAtlas 2015 zeigt ein klares Bild: Die Feuerwehr, die unser Schutz- und Sicherheitsbedürfnis befriedigt, wird von den Befragten mit Abstand als die gemeinwohlförderlichste Organisation eingestuft. Am unteren Ende rangiert mit Abstand die BILD-Zeitung. Sie steht für den polarisierenden Boulevardjournalismus. Diese beiden Pole spannen gewissermaßen den Bogen und definieren die Atlasränder.“ Der Wissenschaftler kommentiert weiter: „Der GemeinwohlAtlas 2015 zeigt: Trotz aller Kritik gibt es in Deutschland eine grundsätzliche positive Haltung gegenüber den Institutionen einschließlich der Wirtschaftsunternehmen. So hat VW ganz klar durch den Diesel-Skandal verloren, steht aber selbst jetzt noch positiver als viele andere dar. Zudem sehe zwei von drei Befragten in VW weiterhin ein deutsches Vorzeigeunternehmen.“

Gemeinwohl für langfristigen Erfolg einer Organisation entscheidend

Laut der aktuellen Studie steht das Gemeinwohl in Deutschland hoch im Kurs: 85 Prozent der Befragten sind besorgt, dass dem Thema in Deutschland zu wenig Beachtung geschenkt wird. Neun von zehn Befragten geben dabei an, eine klare Vorstellung davon zu haben, was unter Gemeinwohl zu verstehen ist. Fast ebenso viele sehen die Orientierung am Gemeinwohl für den langfristigen Erfolg einer Organisation als entscheidend an.
Dass die Deutschen sich auch aktiv für das Gemeinwohl engagieren möchten, beweisen die Umfragewerte. Prof. Meynhardt: „Die Bundesbürger und hier: mehrheitlich Frauen, sind bereit, für ein gemeinwohlverträgliches Unternehmen zu arbeiten und dabei auf Gehalt zu verzichten.“

Mit dem GemeinwohlAtlas möchte Prof. Meynhardt die Diskussion zwischen Wirtschaft und Gesellschaft befeuern, was eigentlich 2015 und in den kommenden Jahren das Gemeinwohl in Deutschland ausmacht. Weiterhin ziele die Studie darauf ab, den Wert der Wirtschaft aus Sicht der Gesellschaft auf den Punkt zu bringen und damit auch „bestehende Gräben zu schließen“.

www.gemeinwohlatlas.de




https://idw-online.de/de/news640542









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