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Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation

2015-1 (95)

PSYCHOSOZIALE DIMENSIONEN DER SUCHTTHERAPIE
DANIEL DEIMEL, HEINO STÖVER (HRSG.)




Editorial
Daniel Deimel, Heino Stöver

Welche Kompetenzen brauchen therapeutische SozialarbeiterInnen in der Suchtrehabilitation? Sozialtherapeutische Impulse Klinischer Sozialarbeit
Dario Deloie
Kurzfassung

Psychosoziale Behandlung substituierter Opiatabhängiger – Theoretische Verortung, Behandlungspraxis und Entwicklungsaufgaben
Daniel Deimel, Heino Stöver
Kurzfassung

Therapeutische Ziele und Evidenz der psychosozialen Behandlung Opiatabhängiger
Daniel Deimel, Heino Stöver
Kurzfassung

Psychosoziale Betreuung drogensubstituierter Menschen in Berlin
Heike Drees, Heike Attinger, Anneke Groth
Kurzfassung

Psychosoziale Behandlung als Netzwerkaufgabe in der Qualifizierten Akutbehandlung Drogenabhängiger
Andreas Pin
Kurzfassung

Die psychosoziale Situation substituierter Opiatabhängiger – Implikationen für die Klinische Sozialarbeit
Daniel Deimel
Kurzfassung

Psycho-soziale Betreuung von Menschen in Substitutionsbehandlung – Welchen Stellenwert hat die sozialpädagogische Arbeit in Aus- und Fortbildungscurricula?
Heino Stöver, Ralf Gerlach, Daniel Deimel
Kurzfassung


Separata

Psychologischer und sozialarbeiterischer Beratungsbedarf in der stationären onkologischen Rehabilitation
Hans-Leo Schumacher
Kurzfassung

 


Welche Kompetenzen brauchen therapeutische SozialarbeiterInnen in der Suchtrehabilitation? Sozialtherapeutische Impulse Klinischer Sozialarbeit
Dario Deloie

Kurzfassung
In diesem Beitrag werden die neueren Entwicklungen der Konzeptualisierungen sozialtherapeutischen Handelns aufgezeigt, die sich theoretisch und praxeologisch aus der Klinischen Sozialarbeit entwickeln. Diese sozialtherapeutische Konzepte der Klinischen Sozialarbeit können einen Beitrag zur Professionalisierung der therapeutischen Sozialarbeit in der Suchtrehabilitation leisten und helfen den sozialarbeiterischen Suchttherapeuten mit ihren spezifischen Ansätzen der Diagnostik und Intervention, die Bedarfe von der AdressatInnenseite besser erfassen und entsprechende Maßnahmen entwickeln zu können. Insbesondere dann, wenn die Suchttherapie im „Hard-to-reach-Bereich“ agiert. Die besten gestalt- und verhaltenstherapeutischen Interventionen, das schematherapeutische Arbeiten usw. helfen nicht, wenn das psychosoziale Elend wie Arbeitslosigkeit, Armut, Marginalisierung, Ausgrenzung, Prostitution usw. vieler Suchtkranker auch in der Einzel- und Gruppentherapie der medizinischen Rehabilitation nicht entsprechend gewürdigt wird, keine ausreichenden Erklärungsmodelle diesbezüglich zur Verfügung stehen und sich daraus keine adäquaten Interventionen ableiten.

Schlüsselwörter: Kompetenzen Soziale Arbeit in der Suchthilfe, Suchtrehabilitation, Klinische Sozialarbeit, Sozialtherapie, Soziale Psychotherapie


Dario Deloie, M.A.
Fachsozialarbeiter für Klinische Sozialarbeit (ZKS)
Integrative Therapie/Gestalttherapie (FPI)
Fachhochschule Köln
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Geschlechterstudien
Ubierring 48
50678 Köln
E-Mail:
dario.deloie@fh-koeln.de

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Psychosoziale Behandlung substituierter Opiatabhängiger – Theoretische Verortung, Behandlungspraxis und Entwicklungsaufgaben
Daniel Deimel, Heino Stöver

Kurzfassung
Die psychosoziale Behandlung ist ein festgeschriebener und integraler Bestandteil der Substitution Opiatabhängiger. Es herrscht ein Konsens über die Notwendigkeit psychosozialer Interventionen. In der Praxis lassen sich mehrere Konfliktlinien in der Trias Sozial- und Gesundheitspolitik, Suchtforschung und Suchtkrankenhilfe identifizieren, welche die psychosoziale Versorgung und Behandlung der Patienten erschweren. Die strukturelle und konzeptionelle Weiterentwicklung psychosozialer Betreuungsmaßnahmen würde zu einer Optimierung der Behandlungspraxis führen.

Schlüsselwörter: Psychosoziale Betreuung, Substitutionsbehandlung, Klinische Sozialarbeit, Opiatabhängigkeit


Prof. Dr. Daniel Deimel
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Abteilung Aachen
Robert-Schuman-Str. 25
52066 Aachen
E-Mail:
d.deimel@katho-nrw.de

Prof. Dr. Heino Stöver
Frankfurt University of Applied Sciences
Institut für Suchtforschung (ISFF)
Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt
E-Mail:
hstoever@fb4.fh-frankfurt.de

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Therapeutische Ziele und Evidenz der psychosozialen Behandlung Opiatabhängiger
Daniel Deimel, Heino Stöver

Kurzfassung
Die psychosoziale Betreuung stellt ein wesentliches Merkmal der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger dar. Bis heute existieren jedoch keine verbindlichen Standards für dieses Behandlungssegment. Zudem gilt sie als wenig gut evaluiert. Es stellt sich daher die grundsätzliche Frage, was die Ziele einer psychosozialen Betreuung sind und welchen Nutzen sie für die Betroffenen und das Versorgungssystem hat. Dieser Artikel nimmt neben einer theoretischen Verortung der psychosozialen Betreuung eine Analyse mehrerer internationaler Cochrane Reviews vor, sowie mehrerer nationaler Studien. Es zeigt sich, dass die analysierten psychosozialen internationalen Interventionen keine Verbreitung in Deutschland haben und die verwendeten Outcome-Kriterien in diesen Studien sich überwiegend auf somatische, psychische und versorgungsspezifische Faktoren beziehen. Hieraus werden Bedarfe für eine umfassende Diskussion über die Zielsetzung psychosozialer Maßnahmen sowie die Entwicklung entsprechender Outcome-Kriterien hergeleitet.

Schlüsselwörter: Psychosoziale Betreuung, Substitutionsbehandlung, Klinische Sozialarbeit, Opiatabhängigkeit, Outcome-Kriterien


Prof. Dr. Daniel Deimel
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Abteilung Aachen
Robert-Schuman-Str. 25
52066 Aachen
E-Mail:
d.deimel@katho-nrw.de

Prof. Dr. Heino Stöver
Frankfurt University of Applied Sciences
Institut für Suchtforschung (ISFF)
Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt
E-Mail:
hstoever@fb4.fh-frankfurt.de

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Psychosoziale Betreuung drogensubstituierter Menschen in Berlin
Heike Drees, Heike Attinger, Anneke Groth

Kurzfassung
Seit 15 Jahren werden Leistungen der Psychosozialen Betreuung (PSB) und des Betreuten Wohnens für drogensubstituierte Menschen in Berlin im Rahmen des SGB XII, §§ 53, 54 finanziert. Den Rahmen bildet der Berliner Rahmenvertrag und die darin geregelten einrichtungsindividuellen Leistungs-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarungen nach § 75 ff SGB XII. Auf dieser Grundlage können Freie Träger für die Leistungsbereiche PSB und Betreutes Wohnen mit dem Land Berlin Verträge nach § 53/54 SGB XII schließen. Berlin ist das einzige Bundesland, das Leistungen zur Teilhabe im Rahmen der Sozialgesetzgebung für die Zielgruppe drogensubstituierter Menschen finanziert. Die Teilhabeplanung erfolgt auf der Basis eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses und schließt eine individuelle Lebensweltorientierung im Sinne personenzentrierter Hilfen ein. Dazu gehören auch besondere Herausforderungen, beispielsweise Elternschaft, Kinderschutz, komorbide Störungen. Die Qualitätsstandards der PSB umfassen bestimmte Formen der Kommunikation und Kooperation, eine kontinuierliche Qualifikation der Fachkräfte und die Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Praxis.

Schlüsselwörter: Psychosoziale Betreuung, Klinische Sozialarbeit, Suchthilfe Berlin, Opiatabhängigkeit


Dipl.-Psych. Heike Drees
Referat Suchthilfe, HIV/Aids, Gesundheit
Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin e.V.
Brandenburgische Str. 80
10777 Berlin
drees@paritaet-berlin.de

Dipl.-Soz.päd. Anneke Groth, MPH
Bereichsleitung Wohnen und Betreuung vista gGmbH
Donaustr. 83
12043 Berlin

Dipl.-Psych. Heike Attinger
Psychologische Psychotherapeutin
Einrichtungsleitung PSB/BEW der vista gGmbH in Berlin Mitte
Stromstr. 47
10551 Berlin
E-Mail:
heike.attinger@vistaberlin.de

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Psychosoziale Behandlung als Netzwerkaufgabe in der Qualifizierten Akutbehandlung Drogenabhängiger
Andreas Pin

Kurzfassung
Die psychosoziale Betreuung (PSB) suchtkranker Menschen während einer stationären Entzugsbehandlung stellt neben der medikamentösen Behandlung und der pflegerischen Betreuung die dritte Säule der Maßnahmen dar, welche es erleichtern sollen, einen Entzug konstruktiv und entwicklungsorientiert durchlaufen zu können. Im vorliegenden Artikel werden die Tätigkeiten, die Probleme und die Vorteile einer intensiven PSB während stationärer Behandlung dargestellt, sowie insbesondere ihre Netzwerkfunktion im Fallmanagement betrachtet.

Schlüsselwörter: Sozialdienst, Qualifizierte Akutbehandlung Drogen, Motivationsbehandlung, Harm Reduction, PEPP


Dipl.-Sozialarbeiter Andreas Pin
Psychosomatische Klinik Bergisch-Gladbach
Schloddericher Weg 23a
51469 Bergisch-Gladbach
E-Mail:
apin@psk-bg.de

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Die psychosoziale Situation substituierter Opiatabhängiger – Implikationen für die Klinische Sozialarbeit
Daniel Deimel

Kurzfassung
Im Rahmen der vorliegenden quasiexperimentellen Untersuchung wurden 100 substituierte Opiatabhängige hinsichtlich ihrer psychischen und psychosozialen Situation sowie ihres chronischen Stress- und Inkonsistenzniveaus, ihrer wahrgenommenen sozialen Unterstützung sowie ihrer Zufriedenheit mit der psychosozialen Betreuung befragt. Zudem wurden suchtanamnestische und biografische Daten der Klienten erhoben. Die klinische Stichprobe differenzierte sich anhand der beiden Behandlungssettings „Integrierte psychosoziale und medizinische Versorgung“ sowie „getrennte psychosoziale und medizinische Behandlung“. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich die Klienten in hochkomplexen psychischen, sozialen und körperlichen Belastungssituationen befanden. Die psychosoziale Behandlung wurde aus Sicht der Klienten überwiegend als gut bis sehr gut bewertet. Eine konzeptionelle Weiterentwicklung und Flexibilisierung der bestehenden Behandlungsangebote auf der Grundlage der Lebenssituation und Bedarfe spezifischer Klientengruppen (ältere Klienten, Frauen, etc.) scheint dringend angezeigt.

Schlüsselwörter: Opiatabhängigkeit, Suchttherapie, Substitutionsbehandlung, Psychosoziale Betreuung, Klinische Sozialarbeit, Behandlungsevaluation


Prof. Dr. Daniel Deimel
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Abteilung Aachen
Fachbereich Sozialwesen
Robert-Schuman-Str. 25
52066 Aachen
E-Mail:
d.deimel@katho-nrw.de

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Psycho-soziale Betreuung von Menschen in Substitutionsbehandlung – Welchen Stellenwert hat die sozialpädagogische Arbeit in Aus- und Fortbildungscurricula?
Heino Stöver, Ralf Gerlach, Daniel Deimel

Kurzfassung
In diesem Beitrag werden die Problematiken der „Psycho-sozialen Betreuung von Menschen in Substitutionsbehandlung“ herausgearbeitet, dabei wird schwerpunktmäßig der Fragestellung nachgegangen, welchen Stellenwert die sozialpädagogische Arbeit in Aus- und Fortbildungscurricula einnimmt.
Während die substituierenden Ärzte einen Fachkundenachweis benötigen, um in der Suchtmedizin und der Substitutionsbehandlung tätig werden zu können, besteht diese Verpflichtung für die psycho-sozialen Professionen nicht.
Obwohl ein großer Teil der opioidabhängigen Menschen in Substitutionsbehandlung psycho-sozial betreut wird, besteht nach wie vor eine unklare Definition des Begriffs und des Konzeptes von „psycho-sozialer Betreuung“: Je näher man die Betreuungspraxis untersucht, desto mehr stellt man fest, wie unterschiedlich die Arbeit vor Ort ausgeführt wird und welche unterschiedlichen Haltungen, Erwartungen, Methoden und Zielperspektiven eine Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund wird die Notwendigkeit einer Fortbildung umso dringlicher, Fachkräfte darin fortzubilden, psycho-soziale Betreuungen entlang den individuellen Bedürfnissen, Ressourcen und Teilhabemöglichkeiten der Klienten auszurichten.

Schlüsselwörter: Psychosoziale Betreuung, Substitutionsbehandlung, Klinische Sozialarbeit, Fortbildung, Behandlungspraxis


Prof. Dr. Heino Stöver
Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt
E-Mail:
hstoever@fb4.fh-frankfurt.de

Ralf Gerlach
INDRO e.V.
Bremer Platz 18-20
48155 Münster

Prof. Dr. Daniel Deimel
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Abteilung Aachen
Robert-Schuman-Str. 25
52066 Aachen
E-Mail:
d.deimel@katho-nrw.de

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Psychologischer und sozialarbeiterischer Beratungsbedarf in der stationären onkologischen Rehabilitation
Hans-Leo Schumacher

Kurzfassung
Psychosoziale Beratung ist ein fester Bestandteil der onkologischen Rehabilitation. Im folgenden Beitrag wird der Bedarf bei einer konsekutiv aufgenommenen Patienten-Stichprobe beschrieben und die daraus folgenden therapeutischen Ansätze werden skizziert. Der sozialarbeiterische Beratungsbedarf wurde zunächst explorativ in Einzelinterviews erhoben. Es zeigte sich ein Schwerpunkt des Bedarfs in der Beratung zum Grad der Behinderung mit Antragstellung und zu den unterschiedlichen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten während und nach der Rehabilitation. Aus den Interviews wurde ein Fragebogen entwickelt, der in der Folge als Screeninginstrument vor Antritt der Rehabilitation eingesetzt wird. Eine Steuerung in Gruppen- und Einzelberatung wird damit durchgeführt. Aus der Untersuchung zur psychischen Belastung der Patienten zu Beginn der Rehabilitation ging in Übereinstimmung mit der allgemeinen Literatur (Schwarz & Singer, 2008, Faller, 2002, Herschbach, 2006) hervor, dass etwa 25% unserer Patienten sich als belastet erleben. Das Belastungserleben zeigt sich altersabhängig. Jüngere Patienten sind deutlich stärker belastet als ältere, und Frauen sind stärker belastet als Männer. Die größten Belastungen fanden sich bei psychosomatischen Beschwerden, Ängsten und Alltagseinschränkungen, soziale Belastungen oder Informationsdefizite sind geringer ausgeprägt. Ängste sind stärker ausgeprägt als Depressionen. In unserer Stichprobe unterscheiden sich die Patienten der verschiedenen Erkrankungsbereiche nicht wesentlich.

Schlüsselwörter: Onkologische Rehabilitation, Psychosoziale Belastungen, Sozialberatung, Screening in der onkologischen Rehabilitation


Dr. Hans-Leo Schumacher
Leiter Klinische Psychologie und Sozialberatung
Klinik Porta Westfalica
Steinstr. 65
32547 Bad Oeynhausen
E-Mail:
dr.schumacher@kpw.eu

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