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Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin

2017-1



Originalia
 
Timo O. Nieder & Annette Güldenring
Psychotherapie und Trans*-Gesundheit: Der therapeutische Effekt der Entpsychopathologisierung
Zusammenfassung | Abstract

Fritjof von Franqué & Peer Briken
Psychotherapeutische Behandlung bei pädophiler Störung
Zusammenfassung | Abstract

Simone Bung, Helmut Saile & Reinhold Laessle
Stressbelastung und Stressverarbeitung bei Mädchen mit chronischen Kopfschmerzen
Zusammenfassung | Abstract

Edgar W. Harnack
Verhaltenstherapie als „Tiefe Psychologie“
 
 
Schematherapie
 
Angelika Neumann
Sexuelle Gefühle und Verliebtheit in der Psychotherapie und deren schematherapeutische Bearbeitung
Zusammenfassung | Abstract

Gerhard Zarbock & Jenny Hampel
Moduskarten des Ärgerlichen und Klagsamen Beschützers
Die Vermeidungsuhr

 


Psychotherapie und Trans*-Gesundheit: Der therapeutische Effekt der Entpsychopathologisierung
Timo O. Nieder & Annette Güldenring
 
Zusammenfassung:
Menschen, die ihr Geschlecht nicht (vollständig) in Übereinstimmung mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht erleben, werden in traditionell medizinischer Terminologie unter dem Begriff Transsexualität subsummiert. Hingegen gilt der Begriff Trans* (sprich: Trans Sternchen) als schriftlicher Ausdruck der Erkenntnis und Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt, ist frei von einer Bezugnahme auf Pathologie und impliziert nicht den Wunsch, sich geschlechtsmodifizierend mit Sexualhormonen und/oder chirurgischen Eingriffen behandeln zu lassen. Nach einer Einführung, der kritischen Vorstellung gegenwärtiger Diagnosen und der Skizzierung typischer Herausforderungen und Schwierigkeiten von Trans*-Menschen, argumentieren die Autor_innen1 für die therapeutische Kraft der Entpsychopathologisierung in der Psychotherapie. Darauf aufbauend werben sie für eine trans*-positive therapeutische Haltung und die Neugestaltung der psychotherapeutischen Beziehung mit Trans*-Menschen.
 
Schlüsselwörter: Trans*, Transgender, therapeutische Haltung, Entpsychopathologisierung, Eigenverantwortung
 
 
Affirmative Transgender
Mental Health Care

 
Abstract: Individuals who experience their gender not (completely) incongruent with their sex assigned at birth, were most commonly referred to as transsexuals, at least in traditional medical terminology. However, the term trans* recognizes the diversity of sex and gender. Trans* neither refers to pathology nor is directly linked to gender confirming interventions (e.g. hormone treatment, surgeries). The present paper starts introducing current terminology and diagnoses, and continues discussing challenges and issues trans* people might have. Furthermore, the authors argue for the therapeutic impact of de-psychopathologisation. Finally, they promote a trans* affirmative attitude and the re-thinking of the therapist-client relationship within trans*-positive mental health care.
 
Keywords: trans*, transgender, therapeutic attitude, de-psychopathologisation, individual responsibility
 
 
Dr. Timo O. Nieder
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie
Martinistrasse 52
Gebäude West 38 (Seitenflügel)
D-20246 Hamburg
E-Mail:
t.nieder@uke.de
 
Annette Güldenring
Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie und Psychosomatik
Esmarchstrasse 50
D-25746 Heide
E-Mail:
agueldenring@wkk-hei.de

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Psychotherapeutische Behandlung bei pädophiler Störung
Fritjof von Franqué & Peer Briken
 
Zusammenfassung:
Fragestellung: Ziel des vorliegenden Artikels ist es, einen Überblick über die Psychotherapie bei pädophiler Störung aus kognitiv-behavioraler Perspektive zu geben.
Methodik: Es wurde ein narratives Review unter Einbeziehung relevanter Fachartikel, Kapitel in Lehr- und Fachbüchern, empirischer Arbeiten und Meta-Analysen erstellt.
Ergebnisse: Es werden die diagnostischen Kriterien der pädophilen Störung, Prävalenzschätzungen, ätiologische Vorstellungen, der diagnostische Prozess und die Therapieplanung sowie das therapeutische Vorgehen beschrieben. Abschließend werden therapeutische Anforderungen und Evaluationsergebnisse berichtet.
Schlussfolgerungen: Wenngleich die therapeutischen Anforderungen als hoch eingeschätzt werden, ist die Wirksamkeit der psychotherapeutischen Behandlung bislang nicht gesichert. Wir empfehlen, die Behandlung nur bei sexualtherapeutischer Zusatzqualifikation oder unter Supervision durchzuführen.
 
Schlüsselwörter: Paraphilie, Störung der Sexualpräferenz, sexuelle Devianz, Sexualtherapie, forensische Psychotherapie
 
 
Psychotherapeutic treatment of pedophilic disorder
 
Abstract: Aims: The following article aims at giving an overview of the treatment of pedophilic disorder from a cognitive-behavioral perspective.
Method: Therefore, an unsystematic, narrative review was conducted, including professional articles, chapters in textbooks, empirical studies and meta-analyses.
Results: The article includes the diagnostic criteria for pedophilic disorder, the prevalence rates, an overview of the diagnostic process and treatment planning as well as a description of psychotherapeutic interventions. Finally, evaluation results of psychotherapeutic studies are reported.
Conclusions: Although therapeutic requirements seem to be high, there is no sufficient evidence for the efficacy of the treatment. Meanwhile, it is recommended that psychotherapy for pedophilic disorder should be provided by therapists with an expertise in sex therapy or with adequate supervision.
 
Keywords: paraphilia, disorder of sexual preference, sexual deviance, sex therapy, forensic psychotherapy
 
 
Dipl.-Psych. Fritjof von Franqué
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie
Martinistrasse 52
D-20246 Hamburg
E-Mail:
f.von-franque@uke.de
 
Prof. Dr. med. Peer Briken
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie
Martinistrasse 52
D-20246 Hamburg
E-Mail:
briken@uke.de

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Stressbelastung und Stressverarbeitung bei Mädchen mit chronischen Kopfschmerzen
Simone Bung, Helmut Saile & Reinhold Laessle
 
Zusammenfassung:
Stressereignisse, Stresserleben und Stressverarbeitung wurden aufgrund vorliegender Forschungsergebnisse als bedeutsam für die Auslösung und Aufrechterhaltung von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen erachtet. Weiterhin gibt es Ergebnisse, wonach das Stresserleben und die Stressverarbeitung durch psychopathologische Merkmale wie Depressivität und Ängstlichkeit bei Jugendlichen mit Kopfschmerzen beeinflusst wird. Die vorliegende Studie überprüft beide Bereiche durch eine kontrollierte Untersuchung. Es wurden 77 Mädchen mit chronischen Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne) mit einer Kontrollgruppe von 72 Mädchen ohne Kopfschmerzen verglichen. Als Messinstrument diente der Fragebogen zur Erhebung von Stress und Stressbewältigung im Kindes- und Jugendalter. Ebenso erfasst wurden Depressivität und Ängstlichkeit. Die früheren Befunde konnten bestätigt werden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war die Stressbelastung der Kopfschmerzkinder signifikant größer. Ebenso zeigte sich bei den Kopfschmerzkindern eine ungünstige Verarbeitung von Stresssituationen. In Erweiterung vorliegender Befunde wurden signifikante Zusammenhänge sowohl der Stressbelastung als auch der Stressverarbeitung mit Depressivität und Ängstlichkeit gefunden. Aus den Ergebnissen kann die besondere Relevanz von stressbezogenen Interventionselementen für Therapieprogramme bei Kopfschmerzen abgeleitet werden, wobei die Depressivität und Ängstlichkeit bei Kindern und Jugendlichen besonders beachtet werden müssen.
 
Schlüsselwörter: Kopfschmerzen, Jugendliche, Stressbelastung, Stressverarbeitung
 
 
Stress symptoms and stress coping in girls with chronic headache
 
Abstract: According to research results stress plays an important role in triggering and maintaining headache in adolescents. Further studies have shown that stress symptoms and stress coping are influenced by depression and anxiety of the adolescents. The present study shows data in both areas through a controlled investigation. 77 girls with chronic headache (migraine, tension headache) were compared to 72 girls without headache. Stress and stress coping were measured with the Stressverarbeitungsfragebogen für Kinder und Jugendliche (Coping with Stress Questionnaire for Children and Adolescents). The former results could be confirmed. Stress symptoms in girls with headache were significantly increased. Stress coping in headache girls was characterized by destructive strategies, such as anger and lacks constructive behavior such as problem solving and search for social support. Stress symptoms as well as stress coping was significantly related to anxiety and depression, which both should be integrated in treatment of headache children in addition to stress coping. The generalization of the results is limited because of using only one instrument depending on subjective ratings and investigating only girls.
 
Keywords: headache, children, stress symptoms, stress coping, anxiety
 
 
Dr. Simone Bung
Abteilung für Biologische und Klinische Psychologie
Universität Trier
D-54290 Trier
E-Mail:
s1sibung@uni-trier.de
 
Dr. Helmut Saile
Abteilung für klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Universität Trier
D-54290 Trier
E-Mail:
saile@uni-trier.de
 
Dr. Reinhold Laessle
Abteilung für Biologische und Klinische Psychologie
Universität Trier
D-54290 Trier
E-Mail:
laessle@uni-trier.de

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Sexuelle Gefühle und Verliebtheit in der Psychotherapie und deren schematherapeutische Bearbeitung
Angelika Neumann
 
Zusammenfassung:
Sexuelle Gefühle und Verliebtheit seitens des Patienten stellen für viele Therapeuten eine Herausforderung dar. Oftmals werden dadurch auch Anteile des Therapeuten aktualisiert. Das schematherapeutische Modusmodell dient der Einordnung und dem Verständnis des offen gezeigten Verhaltens und der hintergründig beteiligten Anteile von Patient und Therapeut. Ansatzpunkte für die Bearbeitung in der Supervision und Psychotherapie werden analog dem Vorgehen der schematherapeutisch basierten Supervision anhand von kurzen Fallskizzen aufgezeigt.
 
Schlüsselwörter: Sexuelle Gefühle, Schematherapie, Modus-Modell, Supervision
 
 
Sexual feelings and falling in love in psychotherapy and their schematherapeutic treatment
 
Abstract: Sexual feelings and falling in love from the patient´s side is a challenge for many therapists. As a result frequently the modes of the therapists are activated too. The schema therapy mode model helps us to sort out and to understand the displayed behaviour and the involved underlying parts of patient and therapist. Possible starting points for treatment in supervision and therapy are pointed out and demonstrated in terms of short case examples.
 
Keywords: sexual feelings, schematherapy, mode-model, supervision
 
 
Dr. phil. Dipl.-Psych. Angelika Neumann
Zentrum für Psychotherapie (SZVT )
Stuttgart
Christophstrasse 8
D-70187 Stuttgart
E-Mail:
ang.neu@gmx.de

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