SHOPNEWSBÜCHERBUCHREIHENJOURNALECONGRESSPAPERKOMMENTARE



Pabst bei Twitter

 

Sie befinden sich hier: JOURNALE » Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin » Bisher erschienen » Inhalt lesen

« zurück




Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin

2016-4



Invited Review

Kees Korrelboom
Exposition und Reaktionsverhinderung mit biografischer Exploration bei Zwangsstörungen
Zusammenfassung | Abstract


Originalia

Gerhard Zarbock
Die Selbst-Regulations-Hierarchie (SRH ) – Ein Konzept für die Arbeit mit Grundbedürfnissen, Emotionen und Bewältigungsreaktionen in Therapie und Supervision
Zusammenfassung | Abstract

Reinhold G. Laessle & Aileen Preuss
Stressinduzierter Alkoholkonsum bei Frauen und Männern – eine Laborstudie
Zusammenfassung | Abstract


Fortbildung

Thomas Köhler
Biologische Grundlagen psychischer Störungen: Beitrag 14: Affektive Störungen (5. Teil)


Fallbericht

Melanie Müller
Kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung einer Patientin mit Bulimia nervosa im ambulanten Setting
Zusammenfassung | Abstract


Schematherapie

Stefan Smesny & Matias Valente
Variables Setting, gleiche Akzeptanz – Wie schematherapeutische Behandlungselemente in stationäre und tagesklinische Settings implementiert  werden können
Zusammenfassung | Abstract

Annette Ax-Jaeger
Schematherapie und körpertherapeutische Interventionen – ein Ansatz zur Integration

Gerhard Zarbock & Jenny Hampel
Moduskarten des Impulsiven, Distanzierten und Dissoziierten Beschützers Die Vermeidungsuhr


Highlights der Psychotherapieforschung

Ein neues Aufmerksamkeitstraining: operante Konditionierung von   Blickbewegungen

Wer hat Angst vorm bösen Hund? Analogstudien zur Reduktion von Furchtlernen durch positives Modelllernen und vorherige Beobachtungen

Bedrohliche Gesichter fesseln die Aufmerksamkeit sozial ängstlicher Personen

 


Selbstwertgefühl und Psychopathologie: Sind spezielle Behandlungen notwendig?
Kees Korrelboom

Zusammenfassung:
In dem Artikel werden verschiedene Auffassungen des Konzepts des Selbstwertgefühls und seine möglichen Implikationen für psychische Störungen und deren Behandlung vorgestellt. Gegenwärtig ist die dominierende Auffassung, dass das Selbstwertgefühl ein wichtiger transdiagnostischer Faktor in der Ätiologie und Manifestation von mehreren emotionalen Störungen ist. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass sich ein niedriges Selbstwertgefühl nicht immer automatisch verbessert, wenn die hauptsächliche emotionale Störung eines Patienten erfolgreich behandelt wurde. Deshalb sind spezielle Behandlungen, die das Selbstwertgefühl fördern, wünschenswert.
Nach einer kurzen Zusammenfassung der Debatte um das Selbstwertgefühl wird das Konzept des Selbstwertgefühls und seine Rolle in der Psychopathologie und Psychotherapie beleuchtet. Im zweiten Teil des Artikels werden eine Reihe spezifischer Behandlungsweisen detaillierter vorgestellt, die darauf abzielen, ein niedriges Selbstwertgefühl zu verbessern. Im letzten Teil wird die Frage aufgeworfen, wie in einer Fallkonzeptualisierung die Stärken und Resilienz des Patienten in bedeutsamer Weise mit seinen psychopathologischen Symptomen und Problemen integriert werden können. Ein symptombasiertes Netzwerkmodell wird als eine vielversprechende Alternative zur DSM-Klassifikation betrachtet, um dies zu erreichen.

Schlüsselwörter: Selbstwertgefühl, Psychopathologie, Resilienz, Behandlung, positive Psychologie


Self-esteem and psychopathology: Do we need specific treatments?

Summary: Opinions about the concept of self-esteem and its possible implications for psychopathology and treatment have been much debated. At the moment, the dominant opinion considers self-esteem as an important transdiagnostic factor in the aetiology and manifestation of several emotional disorders. Moreover, it is thought that low-self-esteem will not always ameliorate automatically after the main emotional disorder of the patient has been treated adequately. Therefore, specific treatments that promote self-esteem are wanted for.
After a short summary of the history of the ‘self-esteem debate’, the concept of self-esteem and its role in psychopathology and treatment are elucidated. In the second part of the paper a couple of specific treatments that target the enhancement of low self-esteem are described in more detail. In the final part the question is raised how in the case conceptualisation the strengths and resilience of the patient can be integrated in a meaningful manner with his psychopathological symptoms and problems. It is suggested that the symptomatic network model could be a promising alternative for the DSM-classification system to achieve this.

Keywords: self-esteem, psychopathology, resilience, treatment, positive psychology


Prof. Dr. K. Korrelboom
Department of Medical and Clinical Psychology
Tias building, Room 517
Tilburg University
Warandelaan 2
NL-5037 AB Tilburg
E-Mail:
c.w.korrelboom@uvt.nl

nach oben


Die Selbst-Regulations-Hierarchie (SRH ) – Ein Konzept für die Arbeit mit Grundbedürfnissen, Emotionen und Bewältigungsreaktionen in Therapie und Supervision
Gerhard Zarbock

Zusammenfassung:
Mit dem Konzept der Selbst-Regulations-Hierarchie (SRH) wird eine diagnostische Heuristik vorgestellt, die es ermöglicht Situationen daraufhin zu analysieren, wie diese sich auf Grundbedürfnisse, Emotionen, Kognitionen und basale Coping-Reaktionen auswirken. Hierdurch wird es möglich, Erleben und Verhalten von Menschen unter der Perspektive von frustrierten Grundbedürfnissen, von ausgelösten Emotionen und automatisierten Kampf-Flucht-Bewältigungsmustern ergänzend zur horizontalen und vertikalen Verhaltensanalyse zu verstehen und auch entsprechende therapeutische Zugänge zu wählen. Ein Modell menschlicher Grundbedürfnisse, eine Auflistung basaler und sozialer Emotionen mit verbundenen Handlungstendenzen sowie behaviorale Bewältigungsmuster werden praxisnah vorgestellt. Klinische Anwendungsbeispiele verdeutlichen Vorgehen und Nutzen des Ansatzes.

Schlüsselwörter: Selbstregulation, Grundbedürfnisse, Emotionen, fight-flight-freeze, Bewältigung


The self regulation hierarchy (SRH ) – An approach to work with basic needs, emotions and coping reactions in therapy and supervision

Abstract: The concept of self regulation hierarchy (SRH) is presented as a diagnostic heuristic, which allows situational analysis concerning core needs, emotions, cognitions and basic coping responses. This approach adds information to the horizontal and vertical behavioral analysis and provides additional diagnostic and therapeutic perspectives. A model of human core needs, a list of basic and social emotions including (inborn) attached action tendencies, and behavioral coping responses are presented in some detail. Clinical case examples illustrate the approach and the benefits of the SRH.

Keywords: self regulation, core needs, emotions, fight-flight-freeze, coping responses


Dipl.-Psych. Dr. phil. Gerhard Zarbock
Psychologischer und Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeut
IVAH , Institut für Verhaltenstherapie-
Ausbildung Hamburg gGmbH
Hans-Henny-Jahnn-Weg 51
D-22085 Hamburg
E-Mail:
gzarbock@ivah.de

nach oben


Stressinduzierter Alkoholkonsum bei Frauen und Männern – eine Laborstudie
Reinhold G. Laessle & Aileen Preuss

Zusammenfassung:
Höhere Prävalenzraten für Alkoholabhängigkeit bei Männern werden in der Literatur unter anderem auf geschlechtsspezifische Unterschiede im stressinduzierten Trinken bei gleichzeitig bestehender ungünstiger genereller Stressverarbeitung bei Männern zurückgeführt. In der vorliegenden Laborstudie wurde der Alkoholkonsum von 32 Männern und 73 Frauen nach einem psychosozialen Stressor und einer Kontrollbedingung untersucht. Alle Personen konsumierten signifikant mehr Alkohol nach dem Stressor. Männer tranken mehr Alkohol als Frauen. Der stressinduzierte Alkoholkonsum war bei Männern tendenziell (p < .06) höher als bei Frauen. Generell bevorzugten die Männer der Stichprobe eher stressverstärkende Stressverarbeitungsstrategien. Die Ergebnisse unterstützen die geschlechtsspezifische Bedeutung von Stress und Stressverarbeitung für die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit.

Schlüsselwörter: Stress, Alkoholabhängigkeit, Stressverarbeitung, Geschlechtsunterschiede


Stress induced alcohol drinking in men and women – a laboratory experiment

Abstract: Alcohol dependency is more prevalent in men than in women and is related to sex specific differences in stress-induced drinking and destructive general coping strategies in men. The present laboratory experiment investigated beer consumption of 32 men and 73 women after a psychosocial stressor. The stressor increased alcohol consumption in all subjects. Men consumed more alcohol than women. Stress dependent alcohol consumption was tendentially higher in men (p < .06). Men preferred stress increasing coping strategies in general. The results support the gender specific significance of stress and stress coping for the development of alcohol dependency.

Keywords: stress, stress coping, alcohol dependency, sex differences


apl. Prof. Dr. Reinhold G. Laessle
Universität Trier
Abteilung für Biologische und Klinische Psychologie
Universitätsring 15
D-54286 Trier
E-Mail:
laessle@uni-trier.de

Aileen Preuss, B.Sc.
Universität Trier
Abteilung für Biologische und Klinische Psychologie
Universitätsring 15
D-54286 Trier
E-Mail:
s1aipreu@uni-trier.de

nach oben


Kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung einer Patientin mit Bulimia nervosa im ambulanten Setting
Melanie Müller

Zusammenfassung:
Der vorliegende Therapiebericht beschreibt und reflektiert die kognitive Verhaltenstherapie einer 27-jährigen Patientin mit den Diagnosen einer Bulimia nervosa (ICD-10 F50.2 G) und einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1 G). Die Behandlung erfolgte im ambulanten Setting im CIP Bamberg vom 27.03.2013 bis 04.11.2015 und umfasste 66 Sitzungen. Eine Katamnese-Sitzung fand im Mai 2016 statt. Zu Behandlungsbeginn zeigte sich bei der Patientin zwar eine überwiegend regelmäßige Mahlzeitenstruktur, die sie im Rahmen einer vorausgehenden stationären Behandlung aufbauen konnte, die jedoch im häuslichen Kontext aufgrund einer Gewichtsphobie weiterhin nicht ausreichend war. Durch das restriktive Essverhalten sowie zur Anspannungs- und Emotionsregulation kam es mehrfach wöchentlich zu Heißhungeranfällen mit selbstinduziertem Erbrechen. Schwerpunkte in der Therapie lagen in der Verbesserung der Mahlzeitenstruktur, der Selbst- und Körperakzeptanz sowie im Bereich der Emotionsregulation. Hierzu erwiesen sich neben klassischen Elementen der Essstörungstherapie, auch Module aus dem Skillstraining und Tools der Akzeptanz- und Commitmenttherapie als sehr hilfreich.

Abstract: The present case-report describes the cognitive behavior therapy of a 27 ys old female patient with the diagnosis of a bulimia nervosa (ICD-10 F50.2) and a moderate depressive episode (ICD-10 F32.1). The outpatient treatment of 66 single sessions lasted from March 27, 2013 to November 4, 2015 at CIP Bamberg. A followup session took place in May 2016. At the start of the treatment, the patient had predominantly regular meals which she achieved due to a preceding in-patient treatment, which, however, was not sufficient at home due to a weight phobia. As a result of the restrictive eating behavior, as well as to regulate tension and emotions, the patient has several binge eating episodes per week followed by self-induced purging. The therapy focused on an improvement of the meal structure, the acceptance of the self and her body, and the regulation of emotions. In addition to traditional elements of eating disorder therapy, modules of the skills-training and techniques of the acceptance and commitment therapy have been proven to be helpful.


Dipl.-Psych. Melanie Müller
Psychologische Psychotherapeutin
Schön Klinik Bad Staffelstein
Am Kurpark 11
D-96231 Bad Staffelstein
E-Mail:
memueller@schoen-kliniken.de

nach oben


Variables Setting, gleiche Akzeptanz – Wie schematherapeutische Behandlungselemente in stationäre und tagesklinische Settings implementiert werden können
Stefan Smesny & Matias Valente

Zusammenfassung:
Die Wirksamkeit von Schematherapie zur ambulanten Behandlung von Persönlichkeitsstörungen konnte in den letzten Jahren nachgewiesen werden. Sie eignet sich aber auch sehr gut für die Anwendung in stationären Settings. Im vorliegenden Artikel werden die Besonderheiten der Umsetzung des schematherapeutischen Ansatzes in einer vollstationären psychosomatischen Klinik und in einer psychiatrischen Tagesklinik beschrieben, die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und übereinstimmende Akzeptanzfaktoren zusammengefasst.

Schlüsselwörter: Schematherapie, stationäre Psychotherapie, Persönlichkeitsstörung, Gruppe


Positive acceptance in spite of different settings – Comparing therapeutical specifics of the Schema Therapy approach in a psychosomatic inpatient and a psychiatric day clinic setting

Abstract: Over the last years Schema Therapy has been proven to be an effective treatment of personality disorders in outpatient settings. Meanwhile, Schema Therapy has also been adapted for the application in inpatient treatment settings as well as for outpatients in a day clinic care. This paper presents the main characteristics of Schema Therapy in a psychosomatic inpatient unit and in a psychiatric day clinic, showing similarities and differences, and exploring main factors of its positive acceptance in both settings.

Keywords: inpatient psychotherapy, day clinic, Schema therapy, personality disorder, group


Priv.-Doz. Dr. Stefan Smesny
FA für Psychiatrie und Psychotherapie
Leiter der Allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Jena
Philosophenweg 3
D-07743 Jena
E-Mail:
stefan.smesny@med.uni-jena.de

Dr. Matias Valente
Psychologischer Psychotherapeut
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinikum am Weissenhof
D-74189 Weinsberg
E-Mail: m.valente@klinikum-weissenhof.de 

nach oben




<- Zurück zu: Bisher erschienen

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterVerhaltenstherapie & Verhaltensmedizin im Online-Shop...





alttext