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Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin

2016-3

THEMENHEFT: NEUE PERSPEKTIVEN IN DER BEHANDLUNG VON ZWANGSSTÖRUNGEN
GASTHERAUSGEBER: WILLI ECKER




Editorial

Willi Ecker
Exposition und Reaktionsverhinderung mit biografischer Exploration bei Zwangsstörungen
Zusammenfassung | Abstract

Johanna Schriefer & Anne Rotthaus
Akzeptanz- und Commitment-Therapie bei Zwangserkrankungen
Zusammenfassung | Abstract

Michael Simons & Oliver Korn
„Nicht mal ignorieren!“ – Metakognitive Therapie der Zwangsstörungen
Zusammenfassung | Abstract

Nicola Thiel
Schematherapie bei Zwangsstörungen
Zusammenfassung | Abstract

Katharina Nitsche, Steffen Moritz & Lena Jelinek
Persönlichkeitsakzentuierung bei Zwang: Risikofaktor für den Behandlungserfolg?
Zusammenfassung | Abstract

Sascha Gönner, Jochen Kupfer & Willi Ecker
Unvollständigkeitserleben bei Zwangsstörungen: Ein negativer Prädiktor für den Therapieerfolg?
Zusammenfassung | Abstract

 


Exposition und Reaktionsverhinderung mit biografischer Exploration bei Zwangsstörungen
Willi Ecker

Zusammenfassung:
Während der Exposition/Reaktionsverhinderung erinnern Zwangserkrankte manchmal belastende oder traumatische, für die Entwicklung ihrer Zwänge relevante Lebensereignisse, die ihnen zuvor nicht zugänglich waren. Dieses Phänomen wird als Beispiel zustandsabhängiger Abrufbarkeit konzeptualisiert, wobei durch Exposition induzierte Emotionen und Erregungszustände als Abrufhilfen für das Auftauchen hoch emotionaler Erinnerungen an biographische Schlüsselepisoden mit Bezug zum Beginn der Symptomatik fungieren. Wenn eine Verbindung zwischen Zwangsauslösern und biografischen Erinnerungen hergestellt ist, kann diese in Folgeexpositionen als nicht-bedrohliche Assoziation genutzt werden, um Inhibitionslernen zu fördern. Eine Variante von Exposition und Reaktionsverhinderung mit biografischer Exploration wird vorgestellt, anhand von fünf Fallbeispielen veranschaulicht und hinsichtlich wichtiger klinischer Aspekte des Ansatzes, seiner Vorteile und Begrenzungen diskutiert. Empirische Forschung zu diesem Ansatz mit Zwangserkrankten wird empfohlen.

Schlüsselwörter: Exposition und Reaktionsverhinderung, Zwangsstörung, biografische Exploration, zustandsabhängige Abrufbarkeit, Inhibitionslernen


Exposure and Response Prevention with Biographical Exploration in Obsessive-Compulsive Disorder

Abstract: During exposure and response prevention (ERP), patients with obsessive-compulsive disorder (OCD) sometimes remember distressing or traumatic life events relevant for the development of their OCD which were not accessible before ERP. This phenomenon is conceptualized as an example of state-dependent retrieval, with emotions and arousal states elicited via ERP as retrieval cues for the emergence of often highly emotional memories of biographical key episodes related to symptom onset. Once a link between obsessional stimuli and biographical memories is established, it can be utilized in subsequent exposure exercises as a non-threat association to facilitate inhibitory learning. A variant of ERP focusing on biographical exploration is presented, illustrated by five case examples and discussed concerning important clinical aspects of the approach, its advantages and limitations. Empirical research on this approach with OCD patients is recommended.

Keywords: exposure and response prevention, obsessive-compulsive disorder, biographical exploration, state-dependent retrieval, inhibitory learning


Prof. Dr. Dipl.-Psych. Willi Ecker
Institut für Fort- und Weiterbildung
in klinischer Verhaltenstherapie (IFK V)
Kurbrunnenstrasse 21a
D-67098 Bad Dürkheim
E-Mail:
dw-ecker@gmx.de

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Akzeptanz- und Commitment-Therapie bei Zwangserkrankungen
Johanna Schriefer & Anne Rotthaus

Zusammenfassung:
In der von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) publizierten S3-Leitlinie wird die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) als weiteres Verfahren zur Behandlung von Zwangsstörungen aufgeführt. Der Behandlungsfokus dieses Ansatzes liegt nicht auf der Linderung oder Beseitigung von Symptomen, sondern auf der Förderung von Akzeptanz ungewollten Erlebens im Kontext einer wertegeleiteten Lebensführung. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Grundlagen der ACT wird exemplarisch ein Behandlungsablauf bei Zwangsstörungen skizziert.

Schlüsselwörter: Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT); Zwangsstörungen; Psychotherapie, Behandlungsablauf, Fallbeispiele


Acceptance & commItment therapy for obsessIve-compulsIve dIsorder

Abstract: The “S3-Leitlinie”, published by the German Society of Psychiatry, Psychotherapy, and Psychosomatics (DGPPN), mentions Acceptance and Commitment Therapy (ACT) as additional treatment option for adult obsessive-compulsive disorder (OCD). The focus of treatment is not on the reduction or elimination of symptoms, but on the acceptance of unpleasant experiential states in accordance with one’s own core values. A short theoretical introduction into the basic principles of ACT will be followed by an OCD case example.

Keywords: Acceptance and Commitment Therapy (ACT); Obsessive-Compulsive Disorder (OCD); psychotherapy; treatment process; case example


Dipl.-Psych. Johanna Schriefer
Private Praxis
Hamburger Strasse 54
D-24568 Kaltenkirchen
E-Mail:
info@praxis-schriefer.de

Dipl.-Psych. Anne Rotthaus
IFT-Nord gemeinnützige GmbH
Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung
Harmsstrasse 2
D-24114 Kiel
E-Mail:
rotthaus@ift-nord.de

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„Nicht mal ignorieren!“ – Metakognitive Therapie der Zwangsstörungen
Michael Simons & Oliver Korn

Zusammenfassung:
Vorgestellt wird das Konzept der Metakognitiven Therapie für die Behandlung von Zwangsstörungen. Das metakognitive Störungsmodell betont, dass nicht einzelne Gedanken und Überzeugungen, sondern deren metakognitive Bewertung für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Zwangsstörungen ausschlaggebend sind. Die Betroffenen neigen dazu, Gedanken mit Ereignissen, Handlungen oder Objekten gleichzusetzen. Die Behandlung ist hochstrukturiert und erstreckt sich in der Regel auf acht bis zwölf wöchentliche Sitzungen. Die Patienten lernen, Gedanken nicht länger wie Fakten, sondern wie (bedeutungslose) Gedanken zu behandeln. Darüber hinaus sollen metakognitive Überzeugungen, die sich auf die Rituale beziehen, reduziert werden. Auch Exposition und Reaktionsverhinderung wird eingesetzt, jedoch in anderer Art und Weise und mit anderen Zielen als in der habituationsorientierten Verhaltenstherapie. Die empirische Datenlage zum metakognitiven Modell und insbesondere zur Behandlung steht noch am Anfang.

Schlüsselwörter: Erwachsene, Kinder, Jugendliche, Metakognitive Therapie, Zwangsstörung


“Don’t even ignore!” – Metacognitive Therapy of Obsessive-Compulsive Disorders

Summary: The paper presents the concept of Metacognitive Therapy for the treatment of obsessive-compulsive disorders (OCD). According to the metacognitive model, it is not single thoughts or beliefs, but their metacognitive evaluation that leads to OCD. Patients tend to mistakenly equate thoughts with events, actions, and objects. Treatment is highly structured and comprises 8 to 12 weekly sessions. Patients learn to treat thoughts no longer as facts, but as (meaningless) thoughts. Moreover, metacognitive beliefs regarding rituals are modified. Exposure and response prevention is also implemented, but in a way and with goals which differ from habituation-oriented behavior therapy. The empirical data base concerning the metacognitive model and especially regarding treatment is still limited.

Keywords: adults, children, adolescents, metacognitive therapy, obsessive-compulsive disorder


Dr. Michael Simons
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik
und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Uniklinik RWTH Aachen
Neuenhofer Weg 21
D-52074 Aachen
E-Mail:
msimons@ukaachen.de

Dr. Dipl.-Psych. Oliver Korn
Universität zu Lübeck
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ratzeburger Allee 160
D-23538 Lübeck
E-Mail:
info@kom-psychotherapie.de

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Schematherapie bei Zwangsstörungen
Nicola Thiel

Zusammenfassung:
Zwangsstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und weisen einen hohen Anteil an schweren Erkrankungsverläufen auf. Obwohl mit der kognitiven Verhaltenstherapie in Kombination mit Exposition und Reaktionsmanagement eine evidenzbasierte Behandlung zur Verfügung steht, profitiert ein Teil der Patienten nicht auf die Behandlung und leidet weiterhin unter einschränkenden Symptomen.
Am Universitätsklinikum in Freiburg wurde ein neues Behandlungskonzept entwickelt, das zum Ziel hat, die Behandlung von Patienten mit Zwangsstörungen, die auf eine traditionelle Behandlung nicht ansprechen, zu verbessern. Das Behandlungskonzept besteht aus einer Kombination von Expositionsübungen mit Reaktionsmanagement und schematherapeutischen Elementen. Die Kernbestandteile der Schematherapie und das therapeutische Vorgehen in der Kombinationsbehandlung werden erläutert. Zudem werden anhand von praxisnahen Fallvignetten konkrete schematherapeutische Interventionen aufgeführt.
Bisherige Studienergebnisse zur Verteilung von Schemata und Schema-Modi bei Patienten mit Zwangsstörungen sowie die Ergebnisse der Kombinationsbehandlung im Rahmen einer Pilotstudie werden vorgestellt. Es stellte sich heraus, dass die Kombinationsbehandlung durchführbar ist und akzeptiert wird. Zudem deuten die Befunde darauf hin, dass die Kombinationsbehandlung zur Verbesserung der Symptomatik bei Patienten mit Zwangsstörungen geeignet ist. Die weitere Überprüfung der Kombinationsbehandlung im Rahmen von randomisiert kontrollierten Studien ist wünschenswert.

Schlüsselwörter: Zwangsstörung, Exposition und Reaktionsverhinderung, Schematherapie, Schema, Schema-Modus


Schema therapy for obsessive-compulsive disorder

Abstract: Obsessive-compulsive disorder (OCD) is one of the most common psychiatric disorders and shows a high percentage of severe courses of disease. Even though cognitive-behavior therapy in combination with exposure and response prevention is an evidence-based treatment, some patients do not respond sufficiently and still suffer from restricting symptoms.
A new treatment approach has been developed at the University Hospital in Freiburg which aims to improve the treatment results of OCD patients who do not respond to cognitive-behavior therapy with exposure and response prevention. It consists of a 12-week inpatient psychotherapy combining exposure and response prevention techniques with schema therapy.
The core components of schema therapy and the therapeutic approach in the combined treatment are explained. In addition, practical schematherapeutic strategies are presented based on case examples. Previous study results on the existence of schemas and schema modes in patients with OCD as well as the results of a pilot study examining the new treatment approach are presented.
It turned out that the combined treatment approach is feasible and accepted. Furthermore, initial results show significant symptom reductions in OCD patients. Effect sizes of the treatment on primary outcome measures are large and remain stable within a 6-month follow-up period. The results show that the new treatment is feasible and is thus worth further investigation in randomized controlled trails.

Keywords: Obsessive-compulsive disorder, exposure and response prevention, schema therapy, schema, schema modes


Dr. phil. Nicola Thiel
Psych. Psychotherapeutin
Universitätsklinikum Freiburg
Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie
Hauptstrasse 5
D-79104 Freiburg i. Br.
E-Mail:
nicola.thiel@uniklinik-freiburg.de

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Persönlichkeitsakzentuierung bei Zwang: Risikofaktor für den Behandlungserfolg?
Katharina Nitsche, Steffen Moritz & Lena Jelinek

Zusammenfassung:
Fragestellung: Bei Gesamtbetrachtung sind die Erfolgsraten in der Behandlung von Zwangsstörungen unbefriedigend, was die Erforschung prädiktiver Faktoren bedeutsam macht. Persönlichkeitsstörungen gelten als möglicher Risikofaktor, wobei die Befundlage insgesamt inkonsistent ist.
Methodik: Symptomschwere (Y-BOCS, OCI-R, HDRS) und  Persönlichkeitsakzentuierung (IKP) wurden im Rahmen einer stationären Therapie bei 82 Patienten mit Zwangsstörung zu Baseline, nach acht Wochen sowie sechs Monate später erfasst.
Ergebnisse: Insgesamt zeigten fast die Hälfte der Patienten (48,8%) mindestens eine Persönlichkeitsakzentuierung (PA). Die Vermeidend-Selbstunsichere PA und (auf Trendniveau) das Vorhandensein von mindestens einer PA waren mit geringerem Behandlungserfolg assoziiert.
Schlussfolgerungen: PA scheinen als Prädiktor des Behandlungserfolges bedeutsam. Therapeuten sollten Persönlichkeitsakzentuierungen bis hin zu vollausgeprägten Persönlichkeitsstörungen in der Therapie berücksichtigen.

Schlüsselwörter: Zwangsstörung, Depression, Persönlichkeitsakzentuierung, Verhaltenstherapie, Behandlungserfolg


Prediction of treatment success in patients with obsessive-compulsive disorder and personality trait accentuation

Abstract: Aims: Predictors for treatment outcome in patients with obsessive compulsive disorder (OCD) are inconclusive. Negative treatment outcome in OCD seems to be related to comorbid personality disorders. However, findings are inconsistent.
Method: Eighty-two patients with OCD were recruited. Symptom severity (Y-BOCS, OCI-R, HDRS) and personality accentuations (IKP) were assessed at baseline, at post-treatment (after eight weeks), as well as at follow up (after 6 months).
Results: Almost half of the patients (48.8%) showed at least one personality trait accentuation (PA). The avoidant PA and (at trend level) the presence of at least one PA were associated with lower treatment success.
ConclusIon: The presence of PA seems to be an important predictor for the optimization of treatment success. Therapists should tailor treatment to consider personality accentuations as well as personality disorders.

Keywords: OCD, depression, personality accentuation, treatment response, cognitive behavior therapy


Katharina Nitsche
Psychologin (M.Sc.)
Mitglied der Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52
D-20246 Hamburg
E-Mail:
ka.nitsch@uke.de

Prof. Dr. Steffen Moritz
Dipl.-Psychologe, Neuropsychologe (GNP )
Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52
D-20246 Hamburg
E-Mail:
moritz@uke.de

Dr. Dipl.-Psych. Lena Jelinek
Privatdozentin und Psychologische
Psychotherapeutin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE )
sowie Dozentin und Supervisorin für Verhaltenstherapie
Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52
D-20246 Hamburg
E-Mail:
l.jelinek@uke.de

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Unvollständigkeitserleben bei Zwangsstörungen: Ein negativer Prädiktor für den Therapieerfolg?
Sascha Gönner, Jochen Kupfer & Willi Ecker

Zusammenfassung:
Konventionelle kognitiv-verhaltenstherapeutische Ätiologiemodelle und Behandlungsansätze richten ihren Fokus auf Zwangshandlungen, die dazu dienen, Gefahren und Schäden zu vermeiden. In letzter Zeit wird zusätzlich Unvollständigkeitserleben (UE) als affektiv-motivationales Phänomen diskutiert, das Zwangshandlungen auslösen kann. Die verbreitete Hypothese, dass UE ein negativer Prädiktor für den Erfolg kognitiv-verhaltenstherapeutischer Behandlung sein könnte, wurde bisher nicht empirisch untersucht. In der vorliegenden naturalistischen Studie wurde bei 108 Zwangspatienten der Einfluss von Schadensvermeidung (SV) und UE auf den Therapieerfolg einer stationären kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) überprüft. Weder UE noch SV zeigten einen Effekt auf den Therapieerfolg. Die Hypothese, dass UE ein negativer Prädiktor für den Therapieerfolg ist, konnte nicht bestätigt werden. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Exposition mit Reaktionsmanagement auch zur Behandlung von durch UE motivierte Zwangsstörungen effektiv sein kann. Diskutiert werden die Grenzen der Generalisierbarkeit unserer Studienergebnisse, offene Forschungsfragen und Überlegungen zur Weiterentwicklung  von  Ätiologiemodellen  und  Behandlungsmethodik.

Schlüsselwörter: Zwangsstörung, Unvollständigkeitserleben, Schadensvermeidung, Kognitive Verhaltenstherapie, Prädiktor, Therapieerfolg


Do Incompleteness Feelings Predict Poorer Response to Cognitive-Behavioural Therapy for Obsessive-Compulsive Disorder?

Abstract: Conventional cognitive-behavioural models of obsessive-compulsive disorder (OCD) etiology and treatment focus on compulsions aiming at the avoidance of harm or danger. Recently, incompleteness (INC) has been considered as an additional affective-motivational phenomenon potentially triggering compulsions. So far, the commonly held hypothesis that INC may be a negative predictor of the success of cognitive-behavioural treatments has not been empirically investigated. This naturalistic study examined the impact of INC and harm avoidance (HA) on cognitive-behavioural inpatient therapy outcome. The hypothesis that INC is a negative predictor of treatment success could not be confirmed. Neither HA nor INC demonstrated an effect on treatment success. Our results indicate that exposure and response prevention can be effective for INC motivated OCD, too. Limits of the generalizability of our results, open research questions and considerations concerning the future development of etiological models and treatment methods are discussed.

Keywords: obsessive-compulsive disorder, incompleteness, cognitive-behavioural therapy, predictor, therapy success


Dr. Sascha Gönner
Praxis für Psychotherapie
Grafengasse 2
D-88212 Ravensburg
E-Mail:
praxis@drgoenner.de

Jochen Kupfer
Hochschule für öffentliche Verwaltung
Kinzigallee 1
D-77694 Kehl
E-Mail:
kupfer@hs-kehl.de

Prof. Dr. Dipl.-Psych. Willi Ecker
Institut für Fort- und Weiterbildung
in klinischer Verhaltenstherapie (IFK V)
Kurbrunnenstrasse 21a
D-67098 Bad Dürkheim
E-Mail:
dw-ecker@gmx.de

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