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Ängste, Depressionen, mangelnde Therapietreue: wenn psychische Probleme den Transplantationserfolg gefährden

Die Verpflanzung eines Organs findet immer in einer Krisensituation statt, die nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche des Empfängers betrifft. Meist geht der Transplantation eine lange Phase schwerer Erkrankung voraus mit Klinikaufenthalten, Abhängigkeit von Maschinen, Ungewissheit und Todesangst. Unbehandelte psychische Probleme und andere ungünstige psychosoziale Faktoren, etwa unrealistische Erwartungen an den Eingriff, können mit der Grund sein, weshalb das transplantierte Organ abgestoßen wird. Wie Transplantatempfänger und Lebendorganspender psychosozial vor und nach der Operation begleitet werden sollten, entwickeln Experten derzeit in einer neuen S3-Leitlinie, die ab 2020 wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen geben soll.

Psychologie von Geschwistern: Letztgeborene sind keine Draufgänger

Es gibt Annahmen und Theorien, die so verbreitet sind, dass sie für wahr gehalten werden. So auch diese, dass Letztgeborene risikobereiter sind als ihre älteren Geschwister. Ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, der Universität der Balearen, der Universität Basel und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung konnte nun anhand von drei großen Datenanalysen zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Geburtenreihenfolge und der individuellen Risikobereitschaft gibt. Die Ergebnisse wurden im Journal PNAS veröffentlicht.

Eine wertschätzende Beziehung ist entscheidend für eine Borderline-Therapie

Im Zuge der sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie haben sich die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) als wirksam und gut einsetzbar etabliert - auch bzw. vor allem in der Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Welche therapeutische Grundhaltung beide Therapierichtungen vertreten, berichtet Prof. Dr. Thorsten Kienast (Universität Hamburg) in seinem Beitrag des Sammelbandes „Varianten psychotherapeutischer Beziehung“ (hrsg. von Peter Fiedler).

Mehr Angst = mehr Schmerz? Wie sich Angst vor einer Operation auf das anschließende Schmerzempfinden auswirkt

Bis zu 10 Prozent aller Patienten, die sich einer Operation unterziehen, entwickeln anschließend ein chronisches Schmerzsyndrom. Man kann selbstverständlich nicht voraussagen, welche Patienten die persistierenden Schmerzen nach einer OP treffen, Laila Sultansei, Dr. Katrin Clasen und Prof. Dr. Michael Hüppe (Universitätsklinikum Lübeck) konnten allerdings herausfinden, dass durchaus Risikofaktoren bestehen, die eine solche Voraussage wahrscheinlicher machen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in Ausgabe 3/2018 des Journals „Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin“.

Emanzipierte Psychotherapie wirkt als Praxis der Freiheit

Psychotherapie ist neutral und unabhängig – so sollte es zumindest sein. Die Psychotherapeutin Angelika Grubner aber stellt die These auf, dass die Psychotherapie noch nie in neutraler, also unpolitischer und machtfreier Position gewirkt hat, sondern immer schon politisch war und auch heute noch ist. Ihre Argumentation veröffentlichte sie in der aktuellen Ausgabe des Journals „Psychologie & Gesellschaftskritik“ (2/3-2018).

Gewalt in (Ex-)Partnerschaften – wie sie mit dem Faktor „Trennung“ zusammenhängt

Häusliche Gewalt vor allem gegen Frauen ist leider kein seltenes Vorkommen. Wie die sogenannte „Intimpartnergewalt“ mit dem Faktor „Trennung“ eines Paares zusammenhängt, untersuchten Dr. Maria Isabel Fontao (Konstanz) und Prof. Dr. Thomas Ross (Reichenau). Ihre Ergebnisse sind nachzulesen im Journal „Forensische Psychiatrie und Psychotherapie“ (Ausgabe 3/18).

Nicht mehr nur schön und gut: Entwicklung eines quantitativen Ratinginstruments in der Kunsttherapie

Schön, anregend, aussagekräftig – eine Zeichnung ist ein beliebtes Diagnoseinstrument in der Kunsttherapie und lässt diverse Rückschlüsse auf den Zeichnenden zu. Ein Problem ist, dass diese Rückschlüsse meist recht subjektiver Art sind, weil entsprechende Diagnoseinstrumente in der Kunsttherapie bisher fehlten. Kerstin Schoch (Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg) plädiert für mehr Objektivität in diesem Bereich und entwickelte ein quantitatives Ratinginstrument für zweidimensionale bildnerische Arbeiten. Ergebnisse und Erfahrungen mit diesem Instrument sind nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der Musik-, Tanz- und Kunsttherapie (2/2018).

Mehr Lebensqualität: Wann haben Sie zuletzt einen Regenbogen betrachtet?

Ein angenehmes Leben, Erfolg, Wohlstand ergeben sich meist aus vielen einfachen Verhaltensregeln. Diplompsychologe Josef Maiwald hat sie - teils mit einem Augenzwinkern und hintergründig - in seinem Handbuch "Smarter Life" zusammengestellt. Ute Liebhard hat witzige Illustrationen beigesteuert. Nur mit Humor und gründlichem Zweifel sehen wir klar. Denn "Wahrheit ist eine Halluzination, auf die sich Menschen geeinigt haben."

 

Klinische Psychologie: Musikalische Improvisation hilft psychisch kranken Jugendlichen

Die Musiktherapie ist eine gute Möglichkeit, einen Zugang zu psychisch kranken Jugendlichen zu bekommen. Hier hat sich vor allem die Improvisation, also die freie musikalische Schöpfung, als hilfreich in der Behandlung psychotischer, neurotischer sowie jugendlicher Borderline-Patienten erwiesen. Prof. Dr. Lony Schiltz (Luxemburg) berichtet über ihre Beobachtungen im neuen Sammelband „Impulsgeber Prinzhorn“, herausgegeben von Daniel Sollberger, Ulrich Kobbé, Thomas Röske und Erik Boehlke.

Wirtschaftspsychologie: Wie behinderte BewerberInnen leistungsgerecht getestet werden können

Wirtschaftspsychologie: Eignungstests tragen zur Objektivierung einer Personalauswahl bei. In der standardisierten Form bilden sie jedoch bei behinderten Bewerbern nur bedingt oder verfälscht die Qualifikation und Potentiale ab. Gerhard Gros stellt in der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" eine erfolgreich erprobte Test-Konzeption vor, die eine angepasste und gleichzeitig normgerechte

Eignungsbeurteilung erlaubt.

Psychotherapie: Wie das Arbeitsbündnis zwischen Therapeut und Klient gelingen kann

Die Beziehung zwischen Psychotherapeut und Klient entscheidet über den Behandlungserfolg. Je nach Therapieansatz und Persönlichkeit sind viele Varianten sinnvoll. Peter Fiedler und Kollegen stellen in einem aktuellen Fachbuch ein Dutzend unterschiedlicher Beziehungsmuster vor. Petra Schuhler und Monika Vogelgesang nennen in ihrem Beitrag allerdings einen Grundsatz, der für jede Behandlungsform gelten muss: Die eigene psychische Gesundheit der Therapierenden ist Grundvoraussetzung für eine adäquate Beziehungsgestaltung.

Wirtschaftspsychologie: Wie sich Lohngerechtigkeit in einer diversen Belegschaft realisieren lässt

Wirtschaftspsychologie: Etwa jede(r) zweite Erwerbstätige in Deutschland hält sich im Verhältnis zur eigenen Leistung für unterbezahlt. Meist bilden sich Arbeitnehmer ihre Meinung durch einen Vergleich mit anderen. Relativ selten werden Gehälter danach bemessen, wieweit die/der Betroffene zum Unternehmensergebnis beiträgt. Einige Arbeitnehmer wünschen jedoch häufig diesen Maßstab, berichtet Professorin Dr. Andrea Müller (Winterthur) in der Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie.




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