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Suchterkrankungen bei Migranten: Vorurteile können nicht bestätigt werden.

Sind Migranten in der Suchtszene tatsächlich, wie Vorurteile behaupten, überrepräsentiert? Welche Rückschlüsse lassen sich aus den vorhandenen Daten ziehen? Müssen Therapeuten Rücksicht auf verschiedene Herkunftsländer ihrer Patienten nehmen? All dies untersuchten Meryam Schouler-Ocak (Berlin) und Eckhardt Koch (Marburg) und stellen ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift rausch (Augabe 2/3 2018) vor. Das Ergebnis ist vor allem: Das Thema Sucht bei Menschen mit Migrationshintergrund ist vielfältig und muss sehr differenziert betrachtet werden.

Psychologie: Wer Facebook nutzt, ist meist zufrieden und selten depressiv.

Zufriedene Faacebooknutzer

Facebook-Nutzer fühlen sich glücklicher als andere Menschen. Einzelkinder sind nicht narzisstischer als Geschwister-Kinder. Für den Erfolg von Fußballprofis gibt der Faktor "Glück" zu etwa 30 Prozent den Ausschlag. Diese und etwa 2000 weitere Forschungsbefunde enthält der Abstractband zum aktuellen 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

DGPs-Kongress in Frankfurt: Psychologie als gestaltende Kraft der Gesellschaft.

Der 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie findet vom 14. bis 20. September in Frankfurt/Main statt. Das Label "Psychologie gestaltet" lässt den Trend erkennen, dass die Psychologie an Universitäten zunehmend die gesellschaftliche und praktische Relevanz ihrer Forschung und Lehre reflektiert. Alle Tagungstexte erscheinen gleichzeitig zum Kongress in einem Abstractband bei Pabst Science Publishers - als Supplement zur Fachzeitschrift "Psychological Test and Assessment Modeling" (formerly Psychologische Beiträge).

baua: Fokus: „Führen geht heute definitiv anders“ meinen Internetnutzer.

Führen hat Fiolgen

Führen geht heute definitiv anders“ ist die Meinung der meisten Internetnutzer, wenn sie sich in Blogs und Foren zum Thema Führung in der digitalisierten Arbeitswelt äußern. Direkte Führung wird jedoch weiterhin notwendig sein. Dabei spannt sich der Bogen von direkter Führung unterstützt durch technische Systeme bis hin zur uneingeschränkten menschlichen Führung, die Orientierung und Unterstützung gibt. Diese und weitere Ergebnisse enthält der jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte baua: Fokus „Die Notwendigkeit von Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt – eine Netnografie“.

Wirtschaftspsychologie: Wie Humor und Teamgeist schaden oder nutzen können.

Psychologie im Human Resource Management

Wirtschaftspsychologie: Humor ist eine wertvolle, aber u.U. auch riskante Ressource in der Teamarbeit und Personalführung. Wie Humor erfolgversprechend dosiert werden kann, beschreibt Professor Dr. Kai Externbrink in seinem Beitrag zum aktuellen Lehrbuch "Psychologie im Human Resource Management".

Psychologe fordert: Einraum-Wohnungen sollten nicht mehr gebaut werden.

Stadtpsychologie

Stadtpsychologie: Häufig sind Wohnungen asozial teuer und entsprechen nicht den Bedürfnissen der Bewohner. Z.B. ist die von vielen Architekten bevorzugte "offene Bauweise" äußerst fragwürdig, urteilt der Architekturpsychologe Professor Peter G. Richter jr. in seinem Beitrag zum aktuellen Reader "Stadtpsychologie" (herausgegeben von Andreas Jüttemann).

Gemeinsames Singen kann die Lebensqualität Demenzkranker erhöhen.

Demenz

Zahlreiche Studien belegen einen positiven Effekt von Musik bei Demenzkranken – die Auswirkungen auf die sprachlichen Fähigkeiten, Gedächtnis und Orientierung sind teilweise beachtlich. Prof. Wolfgang Mastnak und Lisa Hittinger von der Hochschule für Musik und Theater München wollten es genauer wissen: Sie untersuchten speziell gesangsbasierte Interventionen für Patienten mit Alzheimer-Demenz – und konnten erstaunliche Erfolge beobachten (nachzulesen in: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, Ausgabe 1/2018).

Psychogenese der Menschheit: Treibt die Evolution in den globalen Suizid?.

Kultur als Freund, Feind und Herr der Evolution

Psychogenese der Menschheit: Die biologische und die kulturelle Evolution haben einander über Jahrtausende wechselseitig gefördert. Doch inzwischen hat die kulturell-wissenschaftliche Entwicklung begonnen, die biologische Entwicklung rückwärts zu drehen und auf eine finale Zerstörung zuzusteuern. In seiner Monografie "Kultur als Freund, Feind und Herr der Evolution" beschreibt der Psychologe Professor Dr. Rolf Oerter historische Entwicklungen und prognostiziert potentielle Zukunftsszenarien.

 

 

Anne Will: Chemnitz, Rechtsextremismus und kein Ende.

Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wusste in der sonntäglichen Abend-Sendung mit Anne Will wertvolles Analytisches beizutragen: zunächst der klare Hinweis, dass rechtsgerichtetes Gedankengut in Ost wie West über Generationen in verschiedenen Varianten tradiert wird, auch in der ehemaligen DDR fleißig forciert wurde und keineswegs das Ergebnis von Angela Merkels Flüchtlingspolitik sei. Wolfgang Thierse legt Wert auf klare Unterscheidungen: etwa zwischen rechtsgerichteten Tendenzen und rechtsorientiertem, u.U. gewalttätigem Extremismus.

Impfen gegen Heroinabhängigkeit: Ein neues Medikament wird erprobt.

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Amerikanische Wissenschaftler haben eine Impfung gegen Heroinabhängigkeit entwickelt. In Ausgabe 1/18 der Zeitschrift rausch stellt Jörg Gölz, Suchtmediziner aus Berlin, vor, was es damit auf sich hat, auf welchem Stand der Entwicklung es sich befindet und dass es sich dabei nicht um ein „Allheilmittel“ handeln kann.

Psychische Gesundheit – auch eine Frage der gesellschaftlichen Stellung: Wer arm ist, muss früher sterben.

Gesundheitspsychologie: Seit über 30 Jahren wird beklagt, dass Menschen mit geringerem sozioökonomischen Status einen tendenziell schlechteren Gesundheitszustand haben. Dies trifft auch für psychische Erkrankungen zu. Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Rostock) findet die Gründe neben der Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitsverhalten auch in einer veränderten gesellschaftlichen Wahrnehmung psychischer Krankheiten – nachzulesen im Sammelband „Wandel der Gesundheits- und Krankheitsvorstellungen“ (hrsg. von E. Brähler, H.-W- Hoefert und Ch. Klotter).

Wirtschaftspsychologie: Personalverantwortliche erkennen die Potentiale von Migranten oft nicht .

Wirtschaftspsychologie: Eine Ursache für die Chancenungleichheit von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Bereich Ausbildung und Beruf liegt u.a. im wenig kultursensiblen Potenzial-Verständnis von Entscheidungsträgern. Zu dieser Frage haben Laura Schlachzig, Alexandra Koch und Tanja Gabriele Baudson (Universität Trier) eine qualitative Interviewstudie durchgeführt (erschienen im aktuellen Sammelband „Wie Menschen wachsen – Positiv-Psychologische Entwicklung von Individuum, Organisation und Gesellschaft“).




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