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Grundprinzipen des Denkens: Wie wir unsere Gedanken navigieren.

Grundprizipien des Denkens

Sie ist eine der fundamentalsten Fragen überhaupt: Wie funktioniert das menschliche Denken? Bisher gibt es darauf keine schlüssige Antwort. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und des Kavli-Instituts für Systemische Neurowissenschaften in Trondheim, Norwegen, darunter auch Nobelpreisträger Edvard I. Moser, haben nun die bislang vorhandenen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammengesetzt und schlagen einen neuen Ansatz vor: Unser Denken funktioniert über das Navigationssystem unseres Gehirns.

Wann dürfen Menschen vor sich selbst geschützt werden?.

Der Deutsche Ethikrat hat am heutigen Donnerstag in Berlin seine Stellungnahme „Hilfe durch Zwang? Professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Wohl und Selbstbestimmung“ veröffentlicht.

Versetzt der Glaube wirklich Berge? Der Einfluss von Religiosität auf die psychische Gesundheit.

Kann der Glaube einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit ausüben? Gibt es bestimmte Störungen, z.B. Depressionen oder Abhängigkeiten, deren Therapieerfolg maßgeblich vom Ausüben spiritueller Praktiken oder dem Glauben selbst beeinflusst werden kann? Robert Mestel und Madlen Baier haben in ihrer Studie diese Zusammenhänge auf den Prüfstand gestellt – nachzulesen im Buch „Spiritualität in Psychiatrie und Psychotherapie“ (hrsg. von G. Juckel, K. Hoffmann und H. Walach).

Bessere Versorgung und Integration von Migranten durch kultursensible Behandlung.

Psychotherapeuten und Sozialarbeiter arbeiten immer häufiger mit Menschen aus anderen Kulturen – Tendenz weiter steigend. Damit eine konstruktive Zusammenarbeit gelingen kann, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Jan Ilhan Kizilhan und Semra Durmus nehmen die Soziale Arbeit im transkulturellen Kontext in den Blick - nachzulesen in „Psychische Störungen. Lehrbuch für die Soziale Arbeit“, hrsg. von Jan Ilhan Kizilhan.

Psychologie: Warum Menschen beim Küssen und Umarmen Seitenvorlieben haben.

Sebastian Ocklenburg und Julian Packheiser forschen in der Bochumer Abteilung Biopsychologie.

Bei Berührungen in sozialen Kontexten, etwa beim Küssen oder Umarmen, haben Menschen häufig eine Seitenpräferenz, neigen den Kopf zum Beispiel eher nach rechts als nach links beim Küssen. Zu den Ursachen gibt es verschiedene Theorien. In einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Neuroscience und Biobehavioral Reviews“ tragen Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Victoria University of Wellington bislang existierende Daten zusammen, anhand derer sie die Theorien überprüfen. Der Artikel wurde im Oktober 2018 online veröffentlicht.

Heilsame Ruhe, Entspannung, Wohlbefinden – Snoezelen in der Pflege.

Ein sperriger Name, hinter dem sich ein Konzept zur Förderung des Wohlbefindens, der Ruhe und Entspannung verbirgt – das „Snoezelen“. Prof. Dr. Krista Mertens (HU Berlin) beschreibt im aktuellen „Jahrbuch Intensivmedizin 2018“, was Snoezelen eigentlich ist, welche Wirkung es hat und wie wichtig es für Bereich wie die Kranken-, Intensiv- oder Altenpflege sein kann.

"Ehrenmorde" - immer häufiger und immer häufiger ohne Aufklärung .

Agel

Die Dokumentation www.ehrenmord.de (Link s.u.) belegt für dieses Jahr 59 "Fälle" in Deutschland - mehr denn je. Die Dunkelziffer wird auf ein Vielfaches geschätzt. Beobachter, auch Juristen, sprechen häufig schuldmindernd von "kulturellen Motiven". Doch orientiert sich die deutsche Rechtsprechung zunehmend an deutschen Wertvorstellungen und ahndet "Ehrenmord" als Mord, berichtet Dr. Carina Agel in ihrer Studie "(Ehren-)Mord in Deutschland". In aller Regel sind Männer die Täter und Frauen die Opfer.

Inklusiver Unterricht: lauter, diverser, aber nicht stressiger.

Die Arbeit an inklusiven Schulen stellt für LehrerInnen eine ganz besondere Herausforderung dar, denn je heterogener eine Gruppe ist, desto komplizierter wird die Umsetzung eines Unterrichts, der den Bedürfnissen aller SchülerInnen gerecht wird. Mit einer Befragung haben das SportlehrerInnenausbildungszentrum der Deutschen Sporthochschule Köln und das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln nun nachgewiesen, dass die meisten Lehrkräfte gut mit den Besonderheiten der Inklusion umgehen können. Nicht einmal der Sportunterricht in inklusiven Klassen wird als besonders stark belastend wahrgenommen.

Erschöpfung und Burnout in der Altenpflege verhindern – die emotionale Kompetenz der Pflegenden stärken.

Altenpflegekräfte sind besonders anfällig für das Burnout-Syndrom. Gabriele Buruck und Anne Tomaschek (TU Dresden) wollten herausfinden, wie Fehlbeanspruchungen in dieser Berufsgruppe langfristig reduziert werden können. Sie nahmen das „Training emotionaler Kompetenzen“ (TEK, Berking, 2017) unter die Lupe: In ihrer Studie (veröffentlicht im Journal Wirtschaftspsychologie, Ausgabe I/18) wurde das TEK von Pflegekräften absolviert – und zeigte signifikant positive Auswirkungen, u.a. auf das Burnout-Risiko.

Frauen an der Spitze bringen Teams zu besseren Leistungen.

Arbeitsgruppen unter weiblicher Leitung erzielen bessere Prüfungsergebnisse. Trotzdem beurteilen männliche Teammitglieder die Führungsleistung von Frauen schlechter. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die das Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) jetzt veröffentlicht hat. Grundlage war ein breit angelegtes Teamwork-Feldexperiment an einer italienischen Universität.

Peter Fiedler: Komplexe Krisen erfordern „Existenzielle Psychotherapie“.

vuv 1/2018

Störungskritische Lebensereignisse können sich zu existenziellen Krisen ausweiten. Gleitet einer Person diese Krise aus der Hand, nimmt das Leiden Merkmale einer psychischen Störung an. Wie eine darauf abzielende Existenzielle Psychotherapie und die entsprechende therapeutische Beziehung aussehen sollten und welche Entwicklungen zukünftig dafür nötig sind, untersuchte Prof. Dr. Peter Fiedler (Universität Heidelberg). Seine Ergebnisse sind nachzulesen in der aktuellen Ausgabe „Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin“ (1/18).

Inklusion heute: Wie nehmen Grundschulkinder Gleichaltrige mit sozialpädagogischem Förderbedarf wahr?.

Haben Grundschulkinder bereits Vorurteile gegenüber Gleichaltrigen mit Förderbedarf? Gibt es hier Unterschiede bezüglich FörderschülerInnen im Bereich Lernen bzw. im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung? Frank Hellmich und Marwin Felix Loeper von der Universität Paderborn haben diese bislang unerforschten Zusammenhänge untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen – nachzulesen in der aktuellen Ausgabe „Empirische Sonderpädagogik“ (2/18).




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