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Politische Psychologie

2016-2

SCHWERPUNKTTHEMA: POLITISCHE PARTIZIPATION
GAST-HERAUSGEBER: EVELYN BYTZEK & ULRICH ROSAR




Editorial

„Die sind doch eh alle gleich“ – Zum Einfluss von Bewertungsunterschieden der Bundestagsparteien auf die Wahlbeteiligung
Severin Bathelt & Evelyn Bytzek
Zusammenfassung | Abstract

Regionale Einstellungspolarisierung und nicht-elektorale Partizipation
Tuuli-Marja Kleiner
Zusammenfassung | Abstract

Die Bedeutung von Veränderungen in der sozioökonomischen Ressourcenausstattung für das individuelle politische Engagement
Anja Mays & Verena Hambauer
Zusammenfassung | Abstract

Überschätzt und unterschätzt – Eine experimentelle Untersuchung von Frageeffekten bei der Messung politischer Partizipation
Eva-Maria Trüdinger & Uwe Remer-Bollow
Zusammenfassung | Abstract


Nachrichten aus der Sektion Politische Psychologie

Der neue Vorstand der Sektion Politische Psychologie

Erscheinungen auf den Grund gehen – Interdisziplinäre Fachtagung über Politische Ideologien in Berlin
Christa Schaffmann

 


„Die sind doch eh alle gleich“ – Zum Einfluss von Bewertungsunterschieden der Bundestagsparteien auf die Wahlbeteiligung
Severin Bathelt & Evelyn Bytzek

Zusammenfassung

Eine Erklärung, warum die Beteiligung bei Bundestagswahlen sinkt, steht aufgrund einer fehlenden Verbindung der Forschung auf Individual- und Aggregatebene aus. Zudem erweisen sich bekannte Erklärungsvariablen auf Mikro- und Makroebene im Zeitverlauf als stabil. Wir analysieren daher, ob Veränderungen in den Differenzen der Parteienbewertungen als Prädiktor für Wahlenthaltung durch die zunehmende inhaltliche Annäherung der Parteien im Aggregat gespiegelt werden und somit zu sinkender Wahlbeteiligung beitragen. Mittels Politbarometer-Umfragedaten untersuchen wir den Einfluss von Bewertungsunterschieden unter Kontrolle bekannter Prädiktoren für sechs Bundestagswahlen. In einem zweiten Schritt können wir zeigen, dass die Bewertungsunterschiede und die Parteiidentifikation Veränderungen auf der Aggregatebene spiegeln. Dies zeigt, dass die Angleichung der Parteien Mobilisierungspotentiale hemmt, wodurch die Wahlbeteiligung im Aggregat sinkt.

Schlüsselwörter: Wahlbeteiligung, Indifferenz, Trend, Parteiidentifikation, Politisches Interesse, Entfremdung


„They are all the same anyway“ – the impact of perceived differences between German parliamentary parties on turnout

Abstract
An answer on why turnout in German Federal Elections declines is still pending due to a lack of links between individual and aggregate level research. Additionally, common explanatory variables in both micro- and macro-level models remain stable over time. We therefore analyze changes in perceived differences between parties as predictor of individual abstention which is mirrored by the aggregate level trend of increasing similarities between parties and declining turnout. Utilizing data from the Politbarometer survey we analyze the impact of perceived differences under control of common explanatory variables for six German elections. In a second step we can show that perceived differences and party identification match aggregate trends of declining turnout confirming that observed convergence of parties limits their mobilization effects and contributes to declining turnout.

Keywords: Turnout, indifference, trend, party identification, political interest, alienation


Severin Bathelt, M.A.
Universität Koblenz-Landau
Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik
Fortstr. 7, Gebäude K
76829 Landau
bathelt@uni-landau.de

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Regionale Einstellungspolarisierung und nicht-elektorale Partizipation
Tuuli-Marja Kleiner

Zusammenfassung

Politische Partizipation wird von Kontextfaktoren mitbestimmt. Die gesellschaftliche Polarisierung im Hinblick auf soziopolitische Einstellungen stellt einen solchen Kontextfaktor dar. Bislang ist wenig darüber bekannt, wie gesellschaftliche Einstellungspolarität sich auf nicht-elektorale Partizipation auswirkt. In diesem Beitrag wird daher der Frage nachgegangen, ob eine subnationale Einstellungspolarisierung hinsichtlich der Themen Homosexualität und Zuwanderung jeweils einen Einfluss auf die nicht-elektorale Partizipation hat. Dabei wird davon ausgegangen, dass politisch bereits sensibilisierte Personen stärker auf Polarisierung reagieren. Auch wird ein Vorschlag zur Messung von Polarisierung unterbreitet. Multi-Level-Regressionen mit Daten des European Social Survey (2002–2012), bei denen die Makroebene von Nuts2-Regionen gebildet wird, bestätigen solche Einflüsse zum Teil.

Stichwörter: Polarisierung politischer Einstellungen, nicht-elektorale Partizipation, subnationale Regionen, Europa


Regional attitude polarization and non-electoral participation

Abstract
This paper examines the influence of sub-national public opinion polarization on non-electoral participation. Using data from the European Social Survey cumulative data file (2002–2012) and focusing on Nuts2 regions, multi-level analyses are conducted. Thereby a new measurement for polarization is introduced. The empirical results show that while polarization does not influence people’s political behavior in general, it substantially affects politically sensitive citizens in their decision to engage in the political process.

Keywords: public opinion polarization, non-electoral participation, sub-national regions, Europe


Dr. Tuuli-Marja Kleiner
Institut für Politikwissenschaft
FernUniversität Hagen
58084 Hagen
tuuli-marja.kleiner@fernuni-hagen.de

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Die Bedeutung von Veränderungen in der sozioökonomischen Ressourcenausstattung für das individuelle politische Engagement
Anja Mays & Verena Hambauer

Zusammenfassung

In Anlehnung an das Civic-Voluntarism-Model nach Verba et al. untersucht der vorliegende Aufsatz mit Daten des Sozioökonomischen Panels, inwieweit Veränderungen der individuellen Ressourcenlage Änderungen im politischen Engagement bewirken und ob verschiedene soziale Gruppen unterschiedlich stark auf eine Ressourcenveränderung reagieren. Unter Verwendung von Fixed-Effects-Regressionen zeigt sich, dass eine Veränderung in der Ressourcenausstattung in den meisten Fällen zwar signifikante, aber größtenteils nur schwache Änderungen des politischen Engagements bewirken. Die Befunde deuten zudem darauf hin, dass von einer Ressourcenverbesserung privilegierte Personen stärker profitieren als Menschen mit schwächerem sozioökonomischen Hintergrund. Die Untersuchung bestätigt die Bedeutung früher Lernerfahrungen im Prozess der primären politischen Sozialisation.

Schlüsselwörter: Politisches Engagement, Civic-Voluntarism-Model, sozioökonomische Ressourcen, SOEP, Fixed-Effects-Regression


The impact of changes in individual resources on political engagement

Abstract
This article examines to what extent changes in individual resources induce changes in political engagement and whether different social groups react differently to changes in their resources. We base our analysis on the Civic Voluntarism Model and use data from the German Socio-Economic Panel. Fixed effects regressions show that changes in resources have significant but mostly weak effects on changes in political engagement. Furthermore, the results suggest that more privileged individuals profit more from improvements in resources than individuals characterized by a weaker social background. The analysis confirms the importance of early learning experiences in the process of primary political socialization.

Keywords: political engagement, civic-voluntarism model, socio-economic resources, GSOEP, fixed-effects-regression


Dr. Anja Mays
Methodenzentrum Sozialwissenschaften
Goßlerstraße 19
37073 Göttingen
anja.mays@sowi.uni-goettingen.de

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Überschätzt und unterschätzt – Eine experimentelle Untersuchung von Frageeffekten bei der Messung politischer Partizipation
Eva-Maria Trüdinger & Uwe Remer-Bollow

Zusammenfassung

Für Aussagen über Art und Umfang von Beteiligung greift die Politikforschung häufig auf Daten aus Bevölkerungsumfragen zurück. Zur Qualität der Messung selbstberichteter non-elektoraler Partizipation gibt es jedoch kaum empirische Befunde. Unser Beitrag untersucht daher Effekte von Fragewortlaut und Fragereihenfolge auf berichtete Politikerkontakte, Demonstrationsteilnahmen und Unterzeichnungen von Unterschriftenlisten. Um mögliche Fehlerquellen zu identifizieren, wurden in einem Online-Survey-Experiment Fragemerkmale systematisch variiert. Wir zeigen, dass das berichtete Partizipationsverhalten hiervon beeinflusst wird. Politisches Interesse moderiert diese Effekte teilweise. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Partizipationsmessung Verzerrungen unterworfen sein kann, die bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Schlüsselwörter: Politische Partizipation, Messung, Frageeffekte, Umfrage-Experiment


Overestimated and Underestimated – A Survey Experiment on the Influence of Question Characteristics on the Measurement of Political Participation

Abstract
Empirical research on political participation often uses data from population surveys. However, there is hardly any empirical evidence about the measurement quality of self-reported, non-electoral participation. Our article therefore examines the effects of question wording and question order on reported contacts with politicians, participation in demonstrations, and petition signing. To identify potential sources of error, question characteristics have been systematically varied in an online survey experiment. We find that question wording and order influence reported levels of participation. Political interest partly moderates this effect. The results suggest that the measurement of participation might be subject to bias.

Keywords: political participation, measurement, question effects, survey experiment


Dr. Eva-Maria Trüdinger
Universität Stuttgart
Breitscheidstraße 2
70174 Stuttgart
eva-maria.truedinger@sowi.uni-stuttgart.de

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