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Politische Psychologie

2015-1

SCHWERPUNKTTHEMA: DIE BUNDESTAGSWAHL 2013
GAST-HERAUSGEBER: EVELYN BYTZEK, STEFAN MARSCHALL, ULRICH ROSAR, MARKUS STEINBRECHER & BERNHARD WESSELS




Gewidmet Herrn Prof. Dr. Jens Erich Tenscher†


Editorial

Die Wahl in 140 Zeichen – Twitter als Kommunikationsplattform für Politik, Medien und Bürger im Bundestagswahlkampf 2013
Claudia Bader, Katharina Fuchs, Caroline Güthlein, Ole Kamm, Theresa Schunk & Marcus Maurer
Zusammenfassung | Abstract

Priming-Effekte durch die medial aufbereitete Performanz der Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2013
Hanna Hoffmann & Ulrich Rosar
Zusammenfassung | Abstract

Der Absturz der FDP – Die Rolle von Parteibewertung und Koalitionsüberlegungen bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013
Sascha Huber
Zusammenfassung | Abstract

Forced to be a citizen... Eine empirische Studie zu den Auswirkungen einer gesetzlichen Wahlpflicht bei der Bundestagswahl 2013 auf die Höhe der Wahlbeteiligung, die Zusammensetzung der Wählerschaft und die Stimmenanteile der Parteien
Markus Klein, Jan Ballowitz & Per Holderberg
Zusammenfassung | Abstract

Leihstimmen im Bundestagswahljahr 2013
Lukas Stötzer, Steffen Zittlau, Thomas Gschwend & Tobias Witt
Zusammenfassung | Abstract

Das Wissen zum Wahlsystem vor der Bundestagswahl 2013
Bettina Westle, Astrid Rütter & Christian Begemann
Zusammenfassung | Abstract


Separata

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, große Geschenke verderben das Geschäft“ – Der kulturelle Einfluss auf das Konzept und das Ausmaß von Korruption in Deutschland und Java (Indonesien)
Petia Genkova & Iris Tietze
Zusammenfassung | Abstract

 


Die Wahl in 140 Zeichen – Twitter als Kommunikationsplattform für Politik, Medien und Bürger im Bundestagswahlkampf 2013
Claudia Bader, Katharina Fuchs, Caroline Güthlein, Ole Kamm, Theresa Schunk & Marcus Maurer

Zusammenfassung

Ausgehend von der Überlegung, dass Soziale Medien wie Twitter die politische Kommunikation in Wahlkämpfen verändern, weil sie eine direkte Kommunikation von Politik und Bürgern erlauben, vergleicht der Beitrag mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse die Tweets von Politik, Massenmedien und Bürgern im Bundestagswahlkampf 2013. Die Analysen zeigen, dass Interaktionen eher innerhalb als zwischen den drei Akteursgruppen stattfanden. Politiker nutzten Twitter vor allem für die positive Selbstdarstellung, wurden aber von Bürgern und Medien überwiegend kritisiert. Dies galt für konservative Parteien deutlich stärker als für linke. Die Verwendung von Ironie, statistischen Evidenzen und zweiseitiger Argumentation erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tweet weiterverbreitet wurde.

Schlüsselbegriffe: Bundestagswahl 2013, Twitter, Inhaltsanalyse


The election in 140 characters – Twitter as a communication channel for politicians, news media, and voters in the German National Election campaign 2013

Abstract
Based on the assumption that Social Media like Twitter change political communication during election campaigns, because they enable politicians and voters to interact directly, this article compares tweets of politicians, news media, and voters during the 2013 German National Election campaign by using quantitative content analysis. The analyses show, e.g., that interaction rather happens within than between the three groups. While politicians use Twitter in order to present themselves in a positive way, they are mainly attacked by news media and voters. This holds especially true for conservative parties. The use of irony, statistical evidence, and two-way argumentation led to a significant increase in retweets.

Keywords: German National Election 2013, Twitter, content analysis


Prof. Dr. Marcus Maurer
Institut für Publizistik
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Jakob Welder-Weg 12
55128 Mainz
mmaurer@uni-mainz.de

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Priming-Effekte durch die medial aufbereitete Performanz der Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2013
Hanna Hoffmann & Ulrich Rosar

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl 2013 wird die Frage aufgeworfen, inwiefern es den beiden Spitzenkandidaten von Union und SPD gelungen ist, ihre Wählerschaft für die Stimmabgabe im Sinne ihrer Partei zu überzeugen. Der Gewinnung von Wählern ist die Kandidatenbewertung vorgelagert. Anhand verschiedener Datenquellen kann gezeigt werden, dass die Bewertung von Angela Merkel (CDU/CSU) deutlich positiver ausfällt als die Bewertung von Peer Steinbrück (SPD). Merkel gelingt es darüber hinaus, diese positive Bewertung in Wählerstimmen zu übersetzen, und erhöht damit die Wahlchancen ihrer Partei. Die Ergebnisse für Steinbrück und die SPD sind weniger klar, eine Minderung der Wahlchancen kann nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Schlüsselwörter: Bundestagswahl, Wahlverhalten, Spitzenkandidaten, Kandidatenbewertung, ungebundene Wähler, Priming


Priming-Effects due to Media Coverage of Candidate Performance during German Parliamentary Elections 2013

Abstract
In the light of the German Parliamentary Election results 2013 the question is raised whether the candidates of CDU/CSU and SPD could convince their partisans to vote for their party. Before a clear persuasion occurs, the voters evaluate the candidates. Our results show a highly positive evaluation for Angela Merkel (CDU/CSU) in comparison with the evaluation of Peer Steinbrück (SPD). On the one hand, Merkel is successful in transfering this positive evaluation into votes and raises the chances for her party in the election. On the other hand, there is no clear decrease of the election chances in the case of Steinbrück and the SPD.

Keywords: Parliamentary Elections, voting behaviour, candidates, assessment of candidates, independent voters, Priming


Dr. Hanna Hoffmann
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung Soziologie
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
hanna.hoffmann@uni-duesseldorf.de

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Der Absturz der FDP – Die Rolle von Parteibewertung und Koalitionsüberlegungen bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013
Sascha Huber

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird möglichen Gründen für das historisch schwache Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl 2013 nachgegangen. Dabei wird insbesondere die Rolle von instrumentellem und expressivem Koalitionswählen untersucht. Mit Hilfe von Umfragedaten und Experimentalstudien werden Unterschiede im Wahlverhalten bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 analysiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die FDP 2013 deutlich weniger von expressivem Koalitionswählen profitierte als vier Jahre zuvor, und dass instrumentell orientiertes Leihstimmenwählen auch deshalb ausblieb, da die Wähler zu optimistische Erwartungen über die Einzugschancen der FDP hatten.

Schlüsselwörter: Wahlverhalten, Koalitionen, expressives Wählen, strategisches Wählen, Bundestagswahl 2013


The comedown of the FDP – The role of party rating and coalition considerations at the German Federale Elections 2009 and 2013

Abstract
This paper investigates the failure of the FDP to cross the parliamentary threshold at the 2013 German Federal Election. The focus of the analysis is on instrumental and expressive coalition voting. Using both survey data and experimental studies, the determinants of voting behavior at the German Federal Elections 2009 and 2013 are compared. The results indicate that the FDP benefitted less from expressive coalition voting in 2013 than before. At the same time, instrumentally oriented coalition voting was particularly rare as voters had too optimistic expecta-
tions about the chances of the FDP to cross the electoral threshold.

Key words: voting behaviour, coalitions, expressive voting, strategic voting, German Federal Election 2013


Dr. Sascha Huber
Universität Mannheim
Professur für Politische Wissenschaft I, Politische Soziologie / A5, 6
68131 Mannheim
shuber@rumms.uni-mannheim.de

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Forced to be a citizen...
Eine empirische Studie zu den Auswirkungen einer gesetzlichen Wahlpflicht bei der Bundestagswahl 2013 auf die Höhe der Wahlbeteiligung, die Zusammensetzung der Wählerschaft und die Stimmenanteile der Parteien
Markus Klein, Jan Ballowitz & Per Holderberg

Zusammenfassung

Der Aufsatz beschäftigt sich am Beispiel der Bundestagswahl 2013 mit den Auswirkungen, die eine gesetzliche Wahlpflicht auf die Höhe der Wahlbeteiligung, die Zusammensetzung der Wählerschaft und die Stimmenanteile der Parteien gehabt hätte. Die Grundlage der Analyse bildet eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, in deren Rahmen die Nichtwähler hypothetisch nach ihrem Verhalten unter den Bedingungen einer Wahlpflicht gefragt wurden. Es zeigt sich, dass nur ein Drittel der Nichtwähler eine gültige Stimme abgegeben hätte. Jeweils ein weiteres Drittel hätte ungültig gewählt oder die Wahlpflicht missachtet. Die Zusammensetzung der Wählerschaft sowie die Stimmenanteile der Parteien würden durch eine Wahlpflicht nur geringfügig beeinflusst.

Schlüsselwörter: Wahlpflicht, Wahlbeteiligung, Nichtwähler, Bundestagswahl 2013


Forced to be a citizen...
An empirical study on the possible impact of compulsory voting at the German federal election 2013 on electoral turnout, composition of the electorate and possible share of votes for the different political parties


Abstract
This essay investigates possible impacts of compulsory voting on electoral turnout, composition of the electorate and possible share of votes for different political parties using the 2013 German parliamentary election (Bundestagswahl) as an example. The analysis is based on a representative survey of citizens which also asked non-voters to describe their hypothetical voting decision should they be legally obliged to vote. As a result only one third of the non-voters would have cast a valid vote. One third of votes would have been invalid, while the remaining third of non-voters would have disobeyed their obligation to vote. Compulsory voting would have only minor effects on the composition of the electorate and the share of votes for political parties.

Keywords: Compulsory voting, mandatory voting, turnout, non-voting, German federal election 2013


Prof. Dr. Markus Klein
Institut für Politische Wissenschaft
Leibniz Universität Hannover
Schneiderberg 50
30167 Hannover
m.klein@ipw.uni-hannover.de

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Leihstimmen im Bundestagswahljahr 2013
Lukas Stötzer, Steffen Zittlau, Thomas Gschwend & Tobias Witt

Zusammenfassung

Dieser Beitrag überprüft anhand einer statistischen Auswertung die Bedeutung von Leihstimmenverhalten im Bundestagswahljahr 2013. Während Leihstimmen der FDP einen unerwartet hohen Stimmanteil bei der Landtagswahl in Niedersachsen bescherten, verfehlte die FDP bei der Landtagswahl in Bayern und auch bei der Bundestagswahl den Einzug ins Parlament. Der Leihstimmenlogik zufolge sollten Unionsanhänger mit starken Präferenzen für eine schwarz-gelbe Koalition Anreize gehabt haben, die FDP mit ihrer Zweitstimme zu unterstützen, wenn sie deren Einzugschancen als unsicher bewerteten. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Erklärungskraft dieses Ansatzes kontextabhängig ist. Dies unterstreicht die Bedeutung von Faktoren auf der Parteien- und Wahlebene für strategisches Wahlhandeln.

Schlüsselwörter: Strategisches Wählen, Leihstimmen, Koalitionen, Bundestagswahl 2013


Rental Votes in the German Federal Election 2013

Abstract
In this article, we analyse the importance of rental votes in the federal election year of 2013. While rental votes helped the FDP to enter parliament in the State election of Lower-Saxony, the FDP fell short of the electoral threshold in the Bavarian State Elections and the Federal election. According to rental voting logic, supporters of the CDU who suspected that the FDP will fall short on the electoral threshold ought to have voted for the FDP to make their most preferred coalition more viable. Our results indicate that strategic voting worked very differently in the three elections.

Key words: Strategic Voting, Rental Votes, Coalitions, German Federal Election 2013


Lukas Stötzer, M.Sc.
Quantitative Methods in the Social Sciences
University of Mannheim
A 5, 6, Building C, Room C 221
68131 Mannheim
lstoetze@mail.uni-mannheim.de

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Das Wissen zum Wahlsystem vor der Bundestagswahl 2013
Bettina Westle, Astrid Rütter & Christian Begemann

Zusammenfassung

In der Politikwissenschaft wurde die Bedeutung von Wissen zum Wahlsystem bei Bundestagswahlen oft vernachlässigt. Die Verteilung dieses Wissens ist je nach Wissensaspekt unterschiedlich und reicht von sehr breiter Bekanntheit der Wahlgrundsätze zu geringen Kenntnissen über die Wahlrechtsreform im Jahr 2013. Auf individueller Ebene bilden politisches Interesse und formale Bildung die wichtigsten Determinanten. Die Wähler der verschiedenen Parteien zeigen deutlich unterschiedliche Wissensstände und auch die individuelle Wahlbeteiligungsabsicht wird durch diese politischen Kenntnisse beeinflusst. Unsere Analyse basiert auf Daten, die im Zuge einer Telefonbefragung im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 erhoben wurden.

Schlüsselwörter: Politisches Wissen, Wahlsystem, Wahlverhalten, Wahlen, korrektes Wählen


Knowledge on the electoral system before the German Federal election in 2013

Abstract
Previous political research in Germany has often overlooked the relevance of knowledge for the electoral system of German Federal Elections. This knowledge is distributed unevenly according to specific aspects, reaching from high knowledge levels regarding democratic principles, to a low information level on the electoral law reform in 2013. It is influenced by a person’s political interest and formal education. The voters of different parties vary clearly in terms of knowledge levels and also the individual intention to vote is affected by these knowledge aspects. Our analysis is based on data from a telephone survey conducted in the run-up to the German Federal Election 2013.

Keywords: political knowledge, electoral system, voting behaviour, elections, correct voting


Prof. Dr. Bettina Westle
Philipps-Universität Marburg
FB 03 – Gesellschaftswissenschaften und Philosophie
Institut für Politikwissenschaft
Politikwissenschaftliche Methoden und
empirische Demokratieforschung
Wilhelm-Röpke-Straße 6G
35032 Marburg
westle@staff.uni-marburg.de

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„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, große Geschenke verderben das Geschäft“ – Der kulturelle Einfluss auf das Konzept und das Ausmaß von Korruption in Deutschland und Java (Indonesien)
Petia Genkova & Iris Tietze

Zusammenfassung

Derzeit existieren wegen des Einflusses sozialer Erwünschtheit nur wenige psychologische Untersuchungen über Korruption. Die bisherige Korruptionsforschung hat sich stark auf die Ausprägung des Korruptionsniveaus gestützt und nicht den Einfluss von Kultur und der dadurch bedingten Wirkungen der Denk- und Verhaltensmuster auf das Konzept und die Ausprägung von Korruption untersucht. Dies ist die Fragestellung der vorliegenden Untersuchung. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Konzepte von Korruption in Deutschland und Indonesien existieren. Das Konzept der Korruption bezieht sich auf die Frage, welche regelwidrigen Verhaltensweisen in welchem Ausmaß als korrupt bewertet werden. Dieses Korruptionskonzept ist von kulturellen Dimensionen wie Kollektivismus und Menschlichkeit abhängig, wobei diese auch innerhalb der Kulturen Varianzen aufweisen. Die Ergebnisse verdeutlichen die methodischen Probleme der Messung von Korruption und die Schwierigkeiten der Verifizierung einer kulturübergreifenden Konstruktvalidität.

Schlüsselwörter: Korruption, nicht-solidarisches Verhalten, Compliance, Fairness, Kultur, kulturvergleichende Analyse, Südostasien


“Small gifts will best maintain friendship, big gifts may be bad for business” – The influence of cultural patterns on the concept and extent of corruption in Germany and Java (Indonesia)

Abstract
There are only a few psychological studies about corruption at present due to the influence of social desirability. So far, research about corruption was mainly focused on the extent of corruption. The impact of cultures and their influence on patterns of thinking and behavior regarding corruption was much less investigated. This is the question of this study. The outcomes of investigating the cultures the cultures of Germany and Indonesia show that there are different constructs of corruption existent. The concept of corruption refers to the question what kind of irregular behaviour is rated corrupt to what extent. This concept of corruption depends on cultural patterns like collectivism and humaneness. The findings illustrate the methodical problems of measuring corruption and verifying cross-cultural construct validity.

Key Words: corruption, disloyal behavior, compliance, fairness, culture, cross-cultural analysis, Southeast Asia


Prof. Dr. habil. Petia Genkova
Professorin für Wirtschaftspsychologie
Hochschule Osnabrück
Albrechtstr. 30
49076 Osnabrück
petia@genkova.de

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