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Empirische Sonderpädagogik

2017-1



Adaptive Behavior Assessment System II – Eine erste Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften der deutschen Erwachsenenversion
Carmen Zurbriggen & Dagmar Orthmann Bless
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Monitoring der sozial-emotionalen Situation von Grundschülerinnen und Grundschülern – Ist der SDQ ein geeignetes Verfahren?
Stefan Voß & Markus Gebhardt
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Unter welchen Voraussetzungen kooperieren Grundschullehrkräfte im inklusiven Unterricht? – Eine Studie zu den Bedingungen der Kooperationsbereitschaft von Grundschullehrerinnen und -lehrern im inklusiven Unterricht
Frank Hellmich, Fabian Hoya, Gamze Görel & Susanne Schwab
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Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens durch Lehrkräfte – eine Validierungsstudie
Timo Hennig, Satyam A. Schramm & Friedrich Linderkamp
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Die Komplexität kognitiver Emotionsrepräsentationen als Facette sozio-emotionaler Kompetenzen von Lehrkräften – Eine Pilotstudie zur Entwicklung von Items zur Erfassung der Levels of Emotional Awareness im Lehramtsstudium
Karsten Krauskopf & Michel Knigge
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Adaptive Behavior Assessment System II – Eine erste Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften der deutschen Erwachsenenversion
Carmen Zurbriggen & Dagmar Orthmann Bless

Adaptive Kompetenzen sind eines der drei Definitionskriterien für geistige Behinderung. An entsprechenden Assessmentinstrumenten mangelt es jedoch bislang im deutschen Sprachraum. In diesem Beitrag erfolgt deshalb eine erste Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften einer deutschen Übersetzung der Erwachsenenversion des Adaptive Behavior Assessment System II (ABAS II). Basierend auf einer Stichprobe von 299 Teilnehmenden (MAlter = 40.95 Jahre, SDAlter = 14.90 Jahre) werden die faktorielle Validität des ABAS II, die interne Konsistenz bzw. Reliabilität der Skalen sowie die Funktionsweise der Items überprüft. Die Ergebnisse konfirmatorischer Faktorenanalysen mit kategorial geordneten Indikatoren liefern Hinweise dafür, dass mit dem ABAS II adaptive Kompetenzen generell sowie die zehn Subdimensionen – nicht aber die drei Bereiche – erfasst werden. Die zehn Skalen weisen eine hohe interne Konsistenz auf. Analysen im Rahmen der Item-Reponse-Theorie verweisen auf eine gute Diskriminationsfähigkeit der Skalen, insbesondere im unteren Bereich des jeweiligen Merkmals, sowie auf unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Items. Bei einigen Items deuten die Ergebnisse ferner darauf hin, dass gewisse Antwortkategorien zusammengefasst werden sollten. Abschließend werden das Potenzial des ABAS II und Ansatzpunkte zu dessen Weiterentwicklung diskutiert.

Schlüsselwörter: Adaptive Kompetenzen, Assessment, geistige Behinderung, Erwachsene, Item-Response-Theorie


Adaptive Behavior Assessment System II – A first examination of the psychometric properties of the German adult version

Adaptive behavior is one of three diagnostic criteria of intellectual disability. However, the lack of instruments for the corresponding assessment in German speaking countries is apparent. In this paper, thus, the psychometric properties of a German translation of the adult version of the Adaptive Behavior Assessment System (ABAS II) are tested. Based on a sample of 299 participants (Mage = 40.95 years, SDage = 14.90 years), the factorial validity of the ABAS II, the internal consistency or reliability of the scales and the functioning of items are examined. Results of confirmatory categorical factor analyses suggest that the ABAS II measures adaptive behavior in general as well as the ten subdimensions, but not the three domains. The ten scales show high internal consistency. Item response theory analyses indicate that the scales in particular discriminate in the lower regions of the latent trait, and that the items have varying difficulty levels. Moreover, the results imply that certain response categories of several items should be merged. To conclude, potential of the ABAS II and areas of its further development are discussed.

Key words: adaptive behavior, intellectual disability, assessment, adults, item response theory


Carmen Zurbriggen
Universität Freiburg (Schweiz)
Departement für Sonderpädagogik
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Fribourg
Schweiz
carmen.zurbriggen@unifr.ch

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Monitoring der sozial-emotionalen Situation von Grundschülerinnen und Grundschülern – Ist der SDQ ein geeignetes Verfahren?
Stefan Voß & Markus Gebhardt

Der Strength and Difficulties Questionnaire (SDQ) ist ein in Forschung und Praxis etabliertes Screeninginstrument zur Diagnostik von Verhaltensstörungen. Im vorliegenden Artikel wird neben der statusdiagnostischen Eignung der Lehrkraftversion des SDQ über die vier Jahre der Grundschule zu je einem Messzeitpunkt hinweg die Einsetzbarkeit des Verfahrens als Instrument zur Verlaufsmessung geprüft. Um die Skalierung über die vier Messzeitpunkte zu untersuchen, wird die Problemwertskala des SDQ mittels des Raschmodells an einer Schuljahreskohorte einer deutschen Kleinstadt im Längsschnitt analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass der SDQ Gesamtproblemwert mit wenigen Ausnahmen messinvariant über die Zeit ist. Im Raschmodell über vier Messzeitpunkte weicht ein Item vom eindimensionalen Modell ab und wird für weitere Berechnungen entfernt. Anhand von Mehrebenenregressionen erkennt man, dass die Personenwerte der Grundschulkinder im Gesamtproblemwert über die Schuljahre leicht ansteigen.
Eine Weiterentwicklung des SDQ Richtung eines Instrumentes zur Verlaufsmessung ist möglich, hierzu sollten weitere Items im schwierigen und leichten Bereich konstruiert werden.

Schlüsselwörter: SDQ, Gesamtproblemwert, Verlaufsmessung, Verhaltensentwicklung, Rasch-modell


Monitoring of the social emotional situation of elementary school students – Is the SDQ a suitable instrument?

The Strength and Difficulties Questionnaire (SDQ) is an established screening tool in research and practice for the purpose of diagnosing behavioral disorders. In this article the teacher version of the SDQ is analyzed in light of its status diagnostic suitability. Longitudinal data of a school year cohort from a small German town was collected to investigate if the total difficulties score over time meets the requirements of the Rasch model and thus if it’s appropriate for progress monitoring purposes too.
The results support measurement equivalence of the SDQ total difficulties score over time but with few exceptions. Only one item failed the criteria of the one-dimensional Rasch model and had to be removed from further calculations. Multilevel regressions indicate a slight increase of the total difficulties score over the school years.
A further development of the SDQ towards a progress monitoring measurement is possible. For this purpose, additional items should be constructed to reach a better targeting of the instrument.

Key words: SDQ, total difficulties score, monitoring, course measurement, behavioral development, Rasch model


Dr. Stefan Voß
Universität Rostock
Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation
August-Bebel-Str. 28
18051 Rostock
stefan.voss3@uni-rostock.de

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Unter welchen Voraussetzungen kooperieren Grundschullehrkräfte im inklusiven Unterricht? – Eine Studie zu den Bedingungen der Kooperationsbereitschaft von Grundschullehrerinnen und -lehrern im inklusiven Unterricht
Frank Hellmich, Fabian Hoya, Gamze Görel & Susanne Schwab

Als wichtige Bedingungen für die Realisierung inklusiven Unterrichts in der Grundschule gelten Kooperationen von Grund- und Sonderschullehrkräften. Bislang ist wenig darüber bekannt, unter welchen Voraussetzungen Grundschullehrkräfte Bereitschaft zur Kooperation im inklusiven Unterricht zeigen. Vor diesem Hintergrund haben wir 168 Grundschullehrkräfte einerseits zu ihrer Kooperationsbereitschaft im inklusiven Unterricht und andererseits zu ihren Einstellungen zur Inklusion und zur Teamarbeit, ihren Erfahrungen aus dem integrativen bzw. inklusiven Unterricht sowie ihren Selbstwirksamkeitsüberzeugungen für die Gestaltung des inklusiven Unterrichts befragt. Die Ergebnisse aus einem Strukturgleichungsmodell geben Hinweise auf die Bedeutungen der Einstellungen zur Teamarbeit und der Erfahrungen aus dem integrativen bzw. inklusiven Unterricht für die Kooperationsbereitschaft der Grundschullehrkräfte.

Schlüsselwörter: Inklusion, Kooperation, Grundschullehrkräfte, Einstellungen, Selbstwirksamkeit


Under which conditions do primary school teachers cooperate in inclusive education? – A study on the prerequisites of primary school teachers’ willingness to cooperate in inclusive education

Cooperation between primary school teachers and special education teachers is an important prerequisite in inclusive education. Until now, little is known about the willingness of primary school teachers to cooperate with special education teachers in inclusive schools. Therefore, we investigated 168 primary school teachers’ willingness to cooperate in inclusive education, their attitudes towards inclusion, their experiences in joint education of students with and without special educational needs, their self-efficacy beliefs and their attitudes regarding teamwork. The results of a structural equation model illustrate the importance of attitudes regarding teamwork and primary school teachers’ experiences in joint education of students with and without special educational needs for their willingness to cooperate in inclusive education.

Keywords: inclusion, cooperation, primary school teachers, attitudes, self-efficacy


Prof. Dr. Frank Hellmich
Universität Paderborn
Institut für Erziehungswissenschaft
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
frank.hellmich@uni-paderborn.de

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Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens durch Lehrkräfte – eine Validierungsstudie
Timo Hennig, Satyam A. Schramm & Friedrich Linderkamp

Beeinträchtigungen des Arbeits- und Sozialverhaltens sind in sonderpädagogischen Zielgruppen häufig und stellen ein Risiko für den schulischen Lernerfolg dar. Ziel dieser Studie ist die Validierung von Items, mit denen sonderpädagogische Lehrkräfte das aktuelle Arbeits- und Sozialverhalten ihrer Schülerinnen und Schüler erfassen können. Weiterführend könnten solche Items zur Auswahl und Evaluation von Fördermaßnahmen genutzt werden. Lehrkräfte schätzten elf Items, die erwünschtes Arbeits- und Sozialverhalten abbilden, für 373 Schülerinnen und Schüler aus vier sonderpädagogischen Gruppen (Förderbedarfe Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung) und einer Vergleichsgruppe ein. Zudem wurde für einen Teil der Stichprobe ein standardisiertes Fragebogenverfahren durchgeführt. Es zeigt sich erwartungskonform, dass die Gruppen mit Förderbedarf ein schlechteres Arbeits- und Sozialverhalten aufweisen als die Vergleichsgruppe. Die untersuchten Items korrelieren hoch mit dem standardisierten Fragebogen. Die Ergebnisse implizieren basierend auf der Methode bekannter Gruppen und der konkurrenten Validität, dass sich die untersuchten Items zur Erfassung des Arbeits- und Sozialverhaltens eignen. Da die Überprüfung der Dimensionalität der Items kein annehmbares Modell ergibt, wird eine modifizierte Kurzskala Erfolgreiches Arbeitsverhalten zur weiteren Überprüfung vorgeschlagen.

Schlüsselwörter: Lernverhalten, Verhaltensbeurteilung, Lehrereinschätzung, Einschätzverfahren, sonderpädagogische Diagnostik


Teacher Assessment of Students’ Work and Social Behavior – A Validation Study

Students with special needs frequently exhibit poor work and social behavior, which represents a risk for academic success. The aim of this study is to validate items that enable special education teachers to assess the current work and social behavior of their students. Such items could also be used to select and evaluate interventions. Teachers rated eleven items on appropriate work and social behavior for 373 students from four groups with special needs (learning, emotional, and social problems) and a comparison group. In addition, a standardized questionnaire was administered to part of the sample. As expected, the groups with special needs showed poorer work and a social behavior than the comparison group. The items were found to correlate strongly with the items of the standardized questionnaire. The results imply, based on the method of known groups and the concurrent validity, that the examined items are appropriate for assessing work and social behavior. Since there was no acceptable model on the dimensionality of the items, a modified short scale, Effective Work Behavior, is proposed for further investigation.

Keywords: Learning behavior, academic enablers, teacher judgment, rating scale, assessment in special education


Timo Hennig
Universität Hamburg
Institut für Psychologie
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
timo.hennig@uni-hamburg.de

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Die Komplexität kognitiver Emotions-repräsentationen als Facette sozio-emotionaler Kompetenzen von Lehrkräften – Eine Pilotstudie zur Entwicklung von Items zur Erfassung der Levels of Emotional Awareness im Lehramtsstudium
Karsten Krauskopf & Michel Knigge

Das Konstrukt der Emotional Awareness (EA) stammt aus der Alexithymie-Forschung und beschreibt die Komplexität, mit der eigene emotionale Zustände sowie die anderer Personen kognitiv-sprachlich repräsentiert sind. Dieser Beitrag schlägt vor, EA als eine zentrale Facette sozio-emotionaler Kompetenzen (angehender) Lehrkräfte in (inklusiven) Bildungsprozessen zu betrachten. Vor diesem Hintergrund stellt dieser Artikel erste Items zur Entwicklung eines Performanz-Maßes für die EA in pädagogischen Kontexten vor. Deskriptive und inferenzstatistische Befunde werden basierend auf einer Stichprobe von N = 456 Lehramtsstudierenden aus vier Studiengängen (Primarstufe mit und ohne Schwerpunkt Inklusion, Sekundarstufe I/II, Sonderpädagogik) zweier deutscher Universitäten dargestellt. Ergebnisse zeigen, dass die Kodierung der Antworten reliabel erfolgte, sich jedoch keine eindimensionale Faktorstruktur ergab. Korrelative Zusammenhänge mit Selbstberichten emotionaler Intelligenz und emotionaler Erschöpfung sowie Unterschiede zwischen den Studiengängen werden in Bezug auf die Weiterentwicklung des LEA-Ansatzes und des Instruments im Hinblick auf inklusionsspezifische Kontexte und den Einsatz in Forschung, Lehre, Fort- und Weiterbildung im Bereich der Professionalisierung von Lehrkräften diskutiert.

Schlüsselwörter: Levels of Emotional Awareness, sozio-emotionale Kompetenzen von Lehrkräften, emotionale Erschöpfung, Prosocial Classroom Modell, InTePP, LEAS


The complexity of cognitive representations of emotions as a facet of pre-service teachers' socio-emotional competencies. A pilot study on assessing Levels of Emotional Awareness in teacher training

In this article, we argue that the Levels of Emotional Awareness (LEA) of (future) teachers in pedagogical contexts can be considered an important facet of their professional socio-emotional competencies. Given that inclusive educational settings are often perceived as more challenging by teachers, this facet seems especially relevant. Thus, this study presents initial steps towards developing a performance-based measure for assessing (pre-service) teachers’ LEA in Pedagogical Contexts. Together with self-report measures of emotional intelligence, perspective taking and emotional exhaustion, these items were presented to a sample of N = 456 teacher students from two German universities enrolled in four different teacher education programs (primary, inclusive primary, secondary, and special needs education). The LEA coding of answers proved to be reliable. Further analyses show expected relations to regulative aspects of emotional intelligence and plausible differences between study programs. Results are discussed with regard to the further development of the suggested measure as well as its implications for the LEA approach.

Keywords: Levels of Emotional Awareness, socio-emotional competencies of teachers, emotional exhaustion, Prosocial Classroom Model, InTePP, LEAS


Karsten Krauskopf
Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam
karsten.krauskopf@uni-potsdam.de

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