SHOPNEWSBÜCHERBUCHREIHENJOURNALECONGRESSPAPERKOMMENTARE



Pabst bei Twitter

 

Sie befinden sich hier: JOURNALE » Empirische Sonderpädagogik » Bisher erschienen » Inhalt lesen

« zurück




Empirische Sonderpädagogik

2012-3/4

SCHWERPUNKTHEFT: KONTROLLIERTE EINZELFALLFORSCHUNG
GAST-HERAUSGEBER: MATTHIAS GRÜNKE




Editorial
Matthias Grünke
Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Versuchspläne der experimentellen Einzelfallforschung
Anita Jain & Ralf Spieß
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Auswertung von Daten aus kontrollierten Einzelfallstudien mit Hilfe von Randomisierungstests
Matthias Grünke
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Inferenzstatistischer Nachweis intraindividueller Unterschiede im Rahmen von Einzelfallanalysen
Thomas Köhler
Zusammmenfassung | Abstract |Startet den Datei-Download Beitrag als PDF

Verbesserung der Multiplikationsfertigkeiten bei einem dreizehnjährigen Mädchen mit Rechenschwierigkeiten mit Hilfe der Count-By-Strategie
Matthias Grünke & Nora Draba
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Effekte eines Elterntrainings auf das Verhaltens eines Jungen mit ADHS zu Hause und in der Schule
Suna Kaymak Özmen
Zusammmenfassung | Abstract |Startet den Datei-Download Beitrag als PDF

Förderung des Genuserwerbs im Deutschen bei Kindern mit Türkisch als Erstsprache: Psycholinguistische Hintergründe und Ergebnisse einer Pilotstudie
Jordana Glaser, Christian W. Glück & Jürgen Cholewa
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

Untersuchungen zum Einfluss der Testmotivation auf die Testergebnisse des FEW-2
Peggy Beuthan, Willi Geser, Claudia Schusterschitz
Zusammmenfassung | Abstract | Startet den Datei-DownloadBeitrag als PDF

 


Versuchspläne der experimentellen Einzelfallforschung
Anita Jain & Ralf Spieß

Im vorliegenden Überblicksartikel werden die wichtigsten Versuchspläne experimenteller Einzelfallforschung dargestellt. Hierzu zählen der ABAB-Plan, das Multiple-Baseline-Design, der alternierende Versuchsplan und der Kriterien-Veränderungs-Versuchsplan. Aufbauend auf der Logik experimentellen Vorgehens in Einzelfalluntersuchungen wird beschrieben, wie und unter welchen Voraussetzungen die einzelnen Versuchspläne geeignet sind, interne Validität herzustellen und kausale Interpretationen von Interventionseffekten zu ermöglichen. Zu diesen Voraussetzungen gehört auch eine valide und objektive Datenerfassung. Zur Auswertung von Einzelfallstudien wird das Vorgehen bei der visuellen Inspektion beschrieben. Außerdem erfolgt eine Diskussion verschiedener statistischer Auswerteverfahren mit ihren Vor- und Nachteilen. Eine Generalisierung der Ergebnisse von Einzelfallstudien auf andere Personen oder Situationen wird durch Replikationsstudien ermöglicht.

Schlüsselwörter: Kontrollierte Einzelfallforschung, Versuchspläne, ABAB-Versuchsplan, Multiple-Baseline-Design, Kriterien-Veränderungs-Versuchsplan, alternierender Versuchsplan, visuelle Inspektion, Interventionsforschung, Evaluation


Research designs for experimental single-case studies

This overview describes the most important designs for single case experimental studies, which are ABAB-design, multiple baseline design, alternating treatments design and changing criterion design. The logic of experimental control in single case studies is explained and it is described, how these different designs are able to provide internal validity and enable causal interpretations of intervention outcome. An important precondition of valid interpretation is objective and reliable data assessment. Data evaluation by visual inspection is explained and several methods of statistical data analysis are discussed. To establish generability across persons, situations, and settings, the importance of replication studies is highlighted.

Keywords: Single case experimental design, ABAB-design, multiple baseline design, alternating treatments design, changing criterion design, intervention research, visual inspection, evaluation


Anschrift der Autoren

DR. ANITA JAIN
Universität zu Köln
Department Psychologie
Herbert-Lewin-Straße 2
50931 Köln
a.jain@uni-koeln.de

nach oben


Auswertung von Daten aus kontrollierten Einzelfallstudien mit Hilfe von Randomisierungstests
Matthias Grünke

Zahlreiche Forschungsfragen innerhalb der Sonderpädagogik lassen sich am besten mittels kontrollierter Einzelfallanalysen bearbeiten. Derartige Ansätze haben innerhalb dieser Disziplin eine lange Tradition. Die Frage nach geeigneten Methoden zur Auswertung von Daten aus entsprechenden Studien wird jedoch bis heute sehr kontrovers diskutiert. Sowohl visuelle Inspektionen als auch Effektstärkeberechnungen sind oftmals problembehaftet. Inferenzstatistische Auswertungen mittels üblicher parametrischer Tests kommen aufgrund massiver Verletzungen ihrer Voraussetzungen in der Regel nicht in Frage. Randomisierungstests könnten hier eine brauchbare Alternative darstellen, allerdings gilt ihr Einsatz als enorm aufwändig und unhandlich. Sie spielen deswegen bei der Auswertung von Daten aus kontrollierten Einzelfallstudien in der sonderpädagogischen Forschungspraxis bislang keine Rolle. Neuerdings ist es allerdings möglich, die Analyse unter Verwendung effizienter Makros bzw. Syntaxen mit herkömmlichen PC-Programmen (Microsoft Excel oder IBM SPSS Statistics) relativ ökonomisch durchzuführen. Zwar weisen auch Randomisierungstests ihre eigenen methodischen Probleme auf. Außerdem ist ihre Verwendung nur im Zusammenhang mit bestimmten Fragestellungen angebracht. Insgesamt handelt es sich bei Randomisierungstests jedoch um sehr vielversprechende Ansätze, die sicherlich zu einer merklichen Steigerung der Aussagekraft vieler kontrollierter Einzelfallanalysen beitragen können.

Schlüsselwörter: Einzelfallstudie, Randomisierungstest, inferentielle Datenauswertung, visuelle Inspektion, Effektstärkeberechnung


Analyzing data from single-subject designs using randomization tests

Many research questions in the field of special education are best tackled using single-subject studies. These approaches have a long tradition within this discipline. However, the question of how to best analyze data from those designs remains controversial. Visual inspections and effect size calculations are often problematic. Using common parametric tests to inferentially analyze the data is often unsuitable due to severe violations of their assumptions. Randomization tests could present a useful alternative in this regard, but they are considered to be extremely intricate and unmanageable. This explains why these methods have not yet played a role in analyzing data from single-subject designs in practical research within the scope of special education. More recently it has been made possible to compute respective calculations rather economically by using efficient macros or syntaxes for certain familiar statistical packages (Microsoft Excel and IBM SPSS Statistics). It has to be noted that randomization tests render their own methodological problems. In addition, they are only suitable for certain research questions. But taken as a whole, randomization tests are certainly very promising concepts that can substantially contribute to improve the validity of many single-subject studies.

Keywords: Single-subject study, randomization test, inferential data analysis, visual inspection, effect size calculation


Anschrift des Autors

PROF. DR. MATTHIAS GRÜNKE
Universität zu Köln
Department Heilpädagogik & Rehabilitation
Klosterstraße 79b
50931 Köln
matthias.gruenke@uni-koeln.de

nach oben


Inferenzstatistischer Nachweis intraindividueller Unterschiede im Rahmen von Einzelfallanalysen
Thomas Köhler

Obwohl einzelfallanalytische Studien sich sowohl in der pädagogischen wie der psychologischen Forschung anbieten würden, sind diese ausgesprochen selten. Dies ist sicher nicht zuletzt darin begründet, dass vergleichsweise komplizierte statistische Verfahren erforderlich sind, um individuelle Veränderungen in seriell abhängigen Daten gegen Zufälligkeit abzusichern. In diesem Artikel wird angeregt, einfache statistische Verfahren wie t-Test oder Varianzanalysen zur Lösung dieses Problems heranzuziehen. Es wird vorgeschlagen, einen großen Datensatz zu erheben, um danach hinreichend viele Messwerte eliminieren zu können, sodass serielle Unabhängigkeit vorliegt. Alternativ kann die Methode des „prewhitening“ angewandt werden, um die serielle Abhängigkeit zu eliminieren.

Schlüsselwörter: Einzelfallanalytische Untersuchungen, seriell abhängige Daten, konventionelle inferenzstatistische Methoden, Prewhitening


The use of inferential statistics in the examination of within-subject changes

Although single subject designs would be most appropriate in pedagogical and psychological research they are rather uncommon. This is mainly due to the fact that the application of fairly complicated statistical methods is necessary in order to demonstrate the significance of individual changes in serially dependent data. In this article some simple conventional statistics (such as t-test or analysis of variance) are proposed to overcome this problem. It is suggested either to obtain a large data set and eliminate a sufficient number of these to assure the lack of serial dependency as required for application. Alternatively, methods of “pre-whitening” can be used to eliminate serial dependency.

Keywords: single subject analysis, serial dependency, conventional methods of inferential statistics, prewhitening


Anschrift des Autors

PROF. DR. THOMAS KÖHLER
Pädagogische Universität Hamburg
Psychologisches Institut III
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
thomas.koehler@uni-hamburg.de

nach oben


Verbesserung der Multiplikationsfertigkeiten bei einem dreizehnjährigen Mädchen mit Rechenschwierigkeiten mit Hilfe der Count-By-Strategie
Matthias Grünke & Nora Draba

In dem vorliegenden Artikel wird die Förderung einer Schülerin beschrieben, der es über mehrere Jahre trotz eines regelmäßigen Besuchs des Unterrichts nicht gelungen war, einen Zugang zum kleinen Einmaleins zu finden. Die Intervention bestand in einer nur wenige Sitzungen umfassenden, sehr übungsorientierten Vermittlung der Count-By-Strategie. Als Design diente ein multipler Grundratenversuchsplan über drei verschiedene Multiplikationsreihen (7er, 8er und 9er). Im Ergebnis zeigte sich eine dermaßen deutliche Leistungssteigerung, dass diese trotz der Kürze der Förderung in einem Randomisierungstest statistische Signifikanz erreichte. Die Grenzen der Untersuchung, die Implikationen der Befunde sowie zukünftige Forschungsfragen werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Mathematikschwierigkeiten, Strategieinstruktion, Einzelfallforschung, Randomisierungstest


Improving multiplication skills in a thirteen year-old girl with math problems using the Count-By Strategy

This paper describes the procedure of teaching multiplication tables to a female student, who was previously not able to acquire sufficient skills in this regard, even though she had regularly attended school. The intervention consisted of a short, intense training on how to use the Count-By Strategy. A multiple baseline design across three different fact sets (7s, 8s, and 9s) was implemented. Results showed such marked improvements that they even reached statistical significance in a randomization test. Limitations of the study, implications of the findings, as well as future research questions are discussed.

Keywords: Math difficulties, strategy instruction, single case research, randomization test


Anschrift der Autoren

PROF. DR. MATTHIAS GRÜNKE
Universität zu Köln
Department Heilpädagogik & Rehabilitation
Klosterstraße 79b
50931 Köln
matthias.gruenke@uni-koeln.de

nach oben


Effekte eines Elterntrainings auf das Verhaltens eines Jungen mit ADHS zu Hause und in der Schule
Suna Kaymak Özmen

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den relativ gut erforschten psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters (Petermann & Hampel, 2009). Zielsetzung dieser Studie war es, im Rahmen einer kontrollierten Einzelfallstudie die Effekte eines Elterntrainings bei einem siebenjährigen Jungen mit ADHS zu untersuchen. Es wurde überprüft, inwieweit es dem Kind gelingt, in den Lebensbereichen Elternhaus und Schule das angestrebte Zielverhalten zu entwickeln. Die Veränderungsmessung erfolgte mittels Einschätzung der Mutter und der Lehrerin anhand von Ratingskalen. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Einsatz des Trainings offenkundig zu einer bedeutsamen positiven Verhaltensänderung im häuslichen Umfeld führte. Der Effekt war sogar noch nach vier Wochen nachweisbar. Auch in der Schule zeigten sich merkliche Verbesserungen, die nach dem Abschluss der Follow-up-Phase anhielten. Die vorliegende Studie ist als Indiz zu werten, dass ein Elterntraining bedeutsame Auswirkungen auf das Problemverhalten von Kindern mit ADHS in mehreren Lebensbereichen haben kann.

Schlüsselwörter: ADHS, Elterntraining, KES, Einzelfallstudie


Effects of a parent training program on the behavior of a boy with ADHD at home and at school

Attention-deficit and hyperactivity disorder (ADHD) is one of the best researched disorders in childhood and adolescents (Petermann & Hampel, 2009). The purpose of this study was to evaluate the effects of a parent training program in a seven year-old boy with ADHD by applying a single-case design. It was monitored, to what extent the child would be able to develop the favored target behavior within the context of home and school. Measurement of change was conducted by using rating scales with the boy’s mother and teacher. The results indicated that the training was obviously able to trigger a positive behavior change at home. Effects were still present after a four week follow-up period. The improvements were detectable in the school setting, as well, where they also stayed stable. This study is to be viewed as an indication that a parent training program can have significant implications on the problem behavior of children with ADHD in different areas of live.

Keywords: ADHD, parent training, KES, single case study


Anschrift der Autorin

DR. SUNA KAYMAK ÖZMEN
Kafkas Üniversitesi
Eğitim Fakültesi
PDR Anabilim Dalı
Merkez Kampüs
Türkiye
sunakaymak@hotmail.com

nach oben


Förderung des Genuserwerbs im Deutschen bei Kindern mit Türkisch als Erstsprache: Psycholinguistische Hintergründe und Ergebnisse einer Pilotstudie
Jordana Glaser, Christian W. Glück & Jürgen Cholewa

Türkische Kinder zeigen beim Erwerb des Deutschen als Zweitsprache häufig Schwierigkeiten mit der Zuordnung von Nomina zu ihrer jeweiligen Genusklasse (Femininum, Maskulinum oder Neutrum) – einer grammatischen Kategorie, die ihre Muttersprache nicht kennt. Da das nominale Genusmerkmal an verschiedenen syntaktischen und lexikalischen Verarbeitungsprozessen beteiligt ist, könnte die Förderung des Genuserwerbs bei diesen Kindern einen wichtigen Ansatzpunkt für die Unterstützung des sprachlichen Strukturaufbaus darstellen. Bisher liegt allerdings kaum Evidenz zu der Frage vor, ob und mit welchen Förder- bzw. Trainingsmethoden die Verarbeitung von Genusmerkmalen effektiv unterstützt werden kann und ob alle türkisch-deutschen Kinder von den gleichen Methoden optimal profitieren. In der hier beschriebenen Pilotstudie wurde versucht, den Genuserwerb von acht Zweitund Drittklässlerinnen bzw. -klässlern mit türkischer Erstsprache mit zwei unterschiedlichen sprachlichen Trainingsmethoden zu unterstützen. Die jeweiligen Trainingskonzeptionen wurden aus dem aktuellen Forschungsstand zur kognitiven Verarbeitung und zum Erwerb von Genus abgeleitet. Sechs der acht Kinder profitierten von dem Training – allerdings in unterschiedlichem Ausmaß sowie in unterschiedlicher Art und Weise. Konsequenzen für weitere empirische Arbeiten in diesem Bereich der Sprachförderung werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Genuserwerb, Psycholinguistik, Deutsch als Zweitsprache


Training of gender assignment with Turkish children acquiring German as a second language: Psycholinguistic underpinnings and results of a pilot study

Turkish children acquiring German as a second language often show serious difficulties with the assignment of nouns to their grammatical gender (masculine, feminine or neuter), a linguistic category which is completely absent in Turkish. Because in gender marking languages like German, this category might serve as an important clue for lexical retrieval and for the analysis of phrase-, sentenceand text-structure, a deficit of gender assignment skills might constitute an essential obstacle to an improvement of a broad range of other language processing skills. However, empirically evaluated and psycho-linguistically substantiated educational methods stimulating and supporting the development of the gender processing system are largely missing in German speaking countries. In the present paper it is aimed to make first steps towards such an evidence- and theory-based educational methodology. At first, recent theories and empirical findings concerning gender processing and gender acquisition are outlined. Thereafter, two different training methods derived from these theoretical considerations are described as well as the impact of the two approaches on the gender assignment skills of eight Turkish children whose age ranged between 6,9 and 11,1 years. Most of the children profited from one or both of the training methods. However, even though the children were selected to build a largely homogeneous sample, the outcome of the training clearly differed from case to case. Consequences for further investigations on gender assignment skills at the interface between special educational and psycholinguistic research are discussed.

Keywords: Acquisition of grammatical gender, Psycholinguistics, German as a second language


Anschriften der Autoren

JORDANA GLASER
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Keplerstraße 87
69120 Heidelberg
jordana.glaser@gmx.de

PROF. DR. CHRISTIAN W. GLÜCK
Universität Leipzig
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Sprachbehindertenpädagogik
Jahnallee 59
04109 Leipzig
christian.glueck@uni-leipzig.de

PROF. DR. JÜRGEN CHOLEWA
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Keplerstraße 87
69120 Heidelberg
cholewa@ph-heidelberg.de

nach oben


Untersuchungen zum Einfluss der Testmotivation auf die Testergebnisse des FEW-2
Peggy Beuthan, Willi Geser, Claudia Schusterschitz

Wenn Kinder in der ergotherapeutischen Diagnostik Aufgaben mit mangelhafter Testmotivation bearbeiten, können die Testergebnisse verfälscht werden. Das Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen der Testmotivation und den Testergebnissen des FEW-2 besteht und ob sich die Testmotivation durch die Ankündigung einer Belohnung verbessert. Im Rahmen einer experimentellen Feldstudie wurden bei gesunden, deutschsprachigen Kindern (N = 80) im Alter von 4 bis 6 Jahren die Testmotivation mit dem NV-MSVT vor (t1) und nach der (t2) Durchführung des FEW-2 evaluiert. Die Korrelationsanalysen ergaben, dass die Testmotivation die Testergebnisse im FEW-2 bei erhöhtem Anspruch an die kognitiven Leistungen (z. B. Konzentrationsleistung) beeinflusst. Die Ergebnisse der t-Tests belegten, dass eine angekündigte Belohnung keinen positiven Einfluss auf die Testmotivation ausübte. Der nachgewiesene Effekt der Testmotivation auf die Ergebnisse im FEW-2 unterstreicht die Notwendigkeit zur Überprüfung der Testmotivation für eine zuverlässige und valide neuropsychologische Diagnostik.

Schlüsselwörter: Diagnostik, Pädiatrie, Testmotivation, FEW-2


Studies on the impact of achievement motivation on childrens’ performance in the FEW-2

If children in occupational diagnostics solve tasks with suboptimal test motivation, the results of such tests can be falsified. Against that background, the present research aims were to examine, whether there is an influence of children’s test motivation on their performance in the FEW-2, and if their test motivation can be improved by promising a reward. In an experimental field study of 80 healthy and German-speaking children, at the age of 4 to 6 years, data on test motivation were collected and the FEW-2 was performed. To answer the research questions correlation analysis and t-tests for unpaired samples were carried out. The correlation analyses showed an influence of the motivation of the test on the outcomes of the FEW-2, if the claim of other cognitive services, such as, for example, the concentration of power was increased. According to the findings of the t-tests, the reward did not lead to a heightened test motivation amongst the participants of the experimental group. The revealed influence of test motivation on the outcomes of the FEW-2 underlines the necessity to test for test motivation in view of a reliable and valid neuropsychological diagnostic.

Keywords: Diagnostic, pediatrics, test motivation, FEW-2


Anschriften der Autoren

PEGGY BEUTHAN
Auweg 9a
36456 Barchfeld
peggy_menz@web.de

ASS.-PROF. DR. WILLI GESER
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Institute for Psychology
Innrain 52
A-6020 Innsbruck, Austria
willi.geser@uibk.ac.at

UNIV.-DOZ. DR. CLAUDIA SCHUSTERSCHITZ
University for Health Sciences, Medical
Informatics and Technology
Department for Human and Economic Sciences
Eduard-Wallnöfer-Zentrum 1
A-6060 Hall in Tirol, Austria
claudia.schusterschitz@umit.at

nach oben




<- Zurück zu: Bisher erschienen

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterEmpirische Sonderpädagogik im Online-Shop...





alttext