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Empirische Sonderpädagogik

2011-2



Exekutive Funktionen, kommunikative Kompetenz und Verhaltensauffälligkeiten bei hörgeschädigten Kindern. Eine explorative Studie mit Schülern einer schulischen Einrichtung für Hörgeschädigte
Manfred Hintermair, Andrea Schenk, Klaus Sarimski
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Computerbasierte Intelligenzförderung mit  den „Denkspielen mit Elfe und Mathis“ – Vorstellung und Evaluation eines Computerprogramms für Vor- und Grundschüler
Alexandra Lenhard, Wolfgang Lenhard
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Zur Reliabilität und Validität des formativen Bewertungssystems IEL-1: Inventar zur Erfassung der Lesekompetenz von Erstklässlern
Kirsten Diehl, Bodo Hartke
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Effekte einer direkt-instruktiven Förderung der Lesegenauigkeit
Michael Grosche
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Wie integriert sind Schülerinnen und Schüler mit und ohne Schulabschluss?
Soziale Desintegrationsbelastungen und deren mögliche Folgen
Kirsten Endrikat
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Exekutive Funktionen, kommunikative Kompetenz und Verhaltensauffälligkeiten bei hörgeschädigten Kindern. Eine explorative Studie mit Schülern einer schulischen Einrichtung für Hörgeschädigte
Manfred Hintermair, Andrea Schenk, Klaus Sarimski

Hörgeschädigte Kinder sind aufgrund ihrer eingeschränkten auditiven Wahrnehmung in vielfältiger Weise gefährdet in ihrer sprachlichen, kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung. In der vorliegenden Studie werden sozial-emotionale Auffälligkeiten hörgeschädigter Kinder im Schulalter im Zusammenhang mit möglichen Problemen in der Entwicklung exekutiver Funktionen sowie der kommunikativen Kompetenz diskutiert. Eine Stichprobe von 145 Schülern wurde von ihren Lehrkräften mit einer deutschen Version des „Behavior Rating Inventory of Executive Functions (BRIEF-D)“, einer Skala zur Beurteilung der kommunikativen Kompetenz sowie dem Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-D) untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine deutlich erhöhte Rate an Auffälligkeiten in allen Skalen des BRIEF sowie bedeutsame Zusammenhänge mit den Skalen des SDQ-D. Eine Pfadanalyse macht den hohen Stellenwert von exekutiven Funktionen, kommunikativer Kompetenz und Geschlecht zur Erklärung sozial-emotionalen Verhaltens deutlich. Ergänzende Hinweise ergeben sich aus der Einbeziehung soziodemographischer und behinderungsspezifischer Merkmale. Die Ergebnisse werden in ihren Konsequenzen für die pädagogische Praxis diskutiert. Eine gezielte Fokussierung auf Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit und Selbstkontrolle in der Förderung der Kinder ergänzend zur Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten ist dringend geboten.

Schlüsselwörter: Hörgeschädigte Kinder, Exekutive Funktionen, kommunikative Kompetenzen, Verhaltensauffälligkeiten


Executive Functioning, Communicative Competence and Behavior Disorders in Deaf and Hard-of-Hearing Students

Because of restricted auditory perception many deaf and hard of hearing (D/HH) students are jeopardized in a manifold manner for their linguistic, cognitive and socio-emotional development. In this study socio-emotional problems of D/HH school-aged students are discussed in the context of executive functioning and communicative competence. Executive functions were assessed for a sample of 145 students by their teachers with a German version of „Behavior Rating Inventory of Executive Functions (BRIEF-D)“. In addition a questionnaire measuring communicative competence was administered as well as a questionnaire on socio-emotional problems (German version of the Strengths and Difficulties Questionnaire; SDQ-D). The results show a significantly higher rate of problems in developing executive functions for all scales, and significant relationships of the BRIEF scales with the SDQ-D scales. Path analysis reveals the important contributions of executive functions, communicative competence and sex for socio-emotional problems. Additional information is drawn from analyzing sociodemographic and deaf related characteristics. The relevance of the findings for pedagogical work is discussed. A specific focus on competencies like self-efficacy or self-control in educational concepts for D/HH students seems to be necessary in addition to extending language competencies.

Key words: hard-of-hearing students, executive functioning, communicative competence, behavior disorders


Prof. Dr. Manfred Hintermair
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
hintermair@ph-heidelberg.de

Andrea Schenk
Pädagogin
Kalter Markt 35
73525 Schwäbisch Gmünd
easchenk@web.de

Prof. Dr. Klaus Sarimski
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
sarimski@ph-heidelberg.de

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Computerbasierte Intelligenzförderung mit den „Denkspielen mit Elfe und Mathis“ –  Vorstellung und Evaluation eines Computerprogramms für Vor- und Grundschüler
Alexandra Lenhard, Wolfgang Lenhard

Unter induktivem Denken versteht man das Erkennen von Regelhaftigkeiten. Es stellt einen wichtigen Aspekt der allgemeinen Intelligenz dar. Die Denkspiele mit Elfe und Mathis sind ein Computerprogramm zur Förderung des induktiven Denkens von Vor- und Grundschulkindern. Zur Überprüfung der Wirksamkeit durchliefen 12 Förderschüler der zweiten Klassenstufe dieses Programm, während 18 Kinder einer Kontrollgruppe in der gleichen Zeit Unterricht nach Wochenplan erhielten. Kinder der Experimentalgruppe verbesserten sich durch die Förderung signifikant stärker in der fluiden Intelligenz als Kinder der Kontrollgruppe. Die besten Fördereffekte zeigten dabei Kinder, die vor dem Förderzeitraum besonders niedrige Werte in der fluiden Intelligenz aufwiesen. Hinsichtlich der Auswirkung auf sprachliche Intelligenzleistungen konnten keine Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden.

Schlüsselwörter: fluide Intelligenz, Vorschule, Grundschule, computerbasiertes Training


Computer Based Intelligence Training with „Denkspiele mit Elfe und Mathis [Thinking Games with Elfe und Mathis]“ – Presentation and Evaluation of a Computer Program for Preschool and Elementary School

Inductive reasoning is a process in which regularities are detected. It constitutes a vital part of our general intelligence. “Thinking Games with Elfe und Mathis” is the name of a computer program that is aimed at enhancing inductive reasoning skills in pre- and elementary school children. To test its efficacy, 12 second graders from a special school for students with severe learning difficulties were trained with this software, while 18 comparable subjects of a control group received instruction according to an educational concept called “weekly plans”. After the intervention, the children in the experimental group outperformed the children in the control group in their fluid intellectual ability. The greatest improvements were achieved by those subjects, who showed a comparatively low fluid intelligence level before the training. However, the two groups showed no differences in their verbal intelligence after the intervention.

Key words: fluid intelligence, preschool, elementary school, computer based training


Dr. Alexandra Lenhard
Am Kreuz 14
97337 Dettelbach
alexandra@lenhard.info

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Zur Reliabilität und Validität des formativen Bewertungssystems IEL-1: Inventar zur Erfassung der Lesekompetenz von Erstklässlern
Kirsten Diehl, Bodo Hartke

Eine sich zunehmend auf Prävention und Integration hin entwickelnde (Sonder-)Pädagogik benötigt Messverfahren, die fehlende Lernvoraussetzungen und im Lernprozess entstehende Lernlücken frühzeitig erfassen. Gelingt es zudem mittels eines Messverfahrens Einblick in den Lernverlauf zu bekommen, erhalten Lehrkräfte Informationen zu Lernfortschritten, stagnierenden oder ggf. auch rückläufigen Leistungsentwicklungen. Solche Daten sind eine gute Grundlage für einen adaptiven Unterricht und eine passende Förderung. Das Inventar zur Erfassung der Lesekompetenzen von Erstklässlern (IEL-1) wurde als pädagogisches Instrumentarium zur Leistungserfassung über drei Messzeitpunkte entwickelt. Sollte sich das Inventar als objektiv, reliabel und valide sowie geeignet für die Dokumentation von Lernfortschritten erweisen, liegt ein schulalltagstaugliches Verfahren zur formativen Evaluation des Erstleseunterrichts und präventiver Förderung innerhalb des Schriftspracherwerbs vor. Im vorliegenden Beitrag werden die Konzeption des IEL-1, das Design der Überprüfungsstudie mit N = 1649 Erstklässlern und Ergebnisse zur Güte des Verfahrens vorgestellt.

Schlüsselwörter: Lesekompetenz, Lernverlaufsdiagnostik, niederländisches Leerlingsonderwijsvolgsysteem, Überwachung der Lernentwicklung, Dokumentation von Lernfortschritt, formative Bewertungssysteme, RTI (response-to-intervention)


Reliability and Validity of the Formative Evaluation System IEL-1: Inventary for the Assesment of the Reading Proficiency of First Graders

Developing more and more towards prevention and integration, education needs innovative methods of measurement to recognize missing learning prerequisites and learning gaps which occurred in the process of learning at an early stage. If a measurement method could provide insight into the learning process, teachers could get feedback on advancements, stagnations or even regressive learning developments. Such data are a valid foundation for an adaptive teaching and advancement. The inventory for measuring the reading competence of first grade children (IEL-1) was developed as a pedagogic instrument for the facility recording over three measurement moments. Should the developed and verified inventory prove objective, reliable and valid as well as appropriate to show learning advancements, then it is a procedure for the formative evaluation of learning processes for successful preventive actions in the process of learning to read and write that is suitable for everyday school life. This paper presents the concept of the IEL-1, the design of the validation-study with N=1649 first grade children and results concerning the quality of the procedure.

Key words: reading competence, curriculum-based measurement, Dutch Leerlingsonderwijsvolgsysteem, student monitoring progress, documentation of learning progress, formative evaluation system, RTI (response-to-intervention)


Dr. Kirsten Diehl
Institut für sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation
August-Bebel-Str. 28
18051 Rostock
kirsten.diehl@uni-rostock.de

Prof. Dr. Bodo Hartke
Institut für sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation
August-Bebel-Str. 28
18051 Rostock
bodo.hartke@uni-rostock.de

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Effekte einer direkt-instruktiven Förderung der Lesegenauigkeit
Michael Grosche

Trotz der gesellschaftlichen Relevanz und einer großen Prävalenz von funktionalem Analphabetismus in Deutschland ist bislang ungeklärt, welche Alphabetisierungsmethoden im Leseunterricht mit Erwachsenen erfolgreich sind. Daher wurde in der vorliegenden multiplen Einzelfallstudie mit drei Analphabeten eine direkt-instruktive Förderung der Lesegenauigkeit für Wörter evaluiert. Aufgrund sehr langsamer Lernfortschritte bei Analphabeten sind die Ergebnisse relativ inkonsistent. Zwar verbesserten sich die Lernenden teilweise, aber neben einem eingeschränkten Lerntransfer konnten wiederholt zeitweilige Leseverlangsamungen beobachtet werden, was sich durch experimentell erhobene spezifische Lernbarrieren von Analphabeten erklären lässt. Limitationen der Studie und gesellschaftliche Implikationen werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Direkte Instruktion, Einzelfallstudie, funktionaler Analphabetismus


Effects of Direct Instruction in Reading Accuracy

Despite tremendous societal relevance and high prevalence of functional illiteracy in Germany, it is unknown which basic education methods in reading instruction are effective with adults. Consequently, the present multiple baseline study with three adult struggling readers evaluates a direct instruction approach in reading accuracy. Due to low rates of learning, results are somewhat inconsistent. Namely, learners only partially increased their reading skills, there was limited generalizability of learning, and a temporarily decline in reading skills. This pattern could be explained by specific learning barriers of functionally illiterate adults. Limitations of the study and societal implications are discussed.

Key words: direct instruction, functional illiteracy, single-case study


Michael Grosche
Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät
Klosterstr. 79b
50931 Köln
michael.grosche@uni-koeln.de

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Wie integriert sind Schülerinnen und Schüler mit und ohne Schulabschluss? Soziale Desintegrationsbelastungen und deren mögliche Folgen
Kirsten Endrikat

In diesem Artikel wird der Forschungsfrage nachgegangen, welche sozialen Integrationschancen die so genannten „Bildungsverliererinnen“ und „Bildungsverlierer“ des deutschen Schulsystems haben und ob sich diese Jugendlichen von Schülerinnen und Schülern mit besserem Bildungszertifikat in ihren sozialen Desintegrationsängsten sowie feindseligen Mentalitäten unterscheiden. Untersucht werden insgesamt 1230 16- bis 21-jährige Heranwachsende aus unterschiedlichen Erhebungswellen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeits (GMF)-Studie der Universität Bielefeld. Die Befunde der quantitativen Analysen zeigen, dass geringer qualifizierte weibliche und männliche Jugendliche recht hoch durch Desintegrationsängste belastet sind. Es gibt jedoch eine überraschende Ausnahme: Die Gruppe der Heranwachsenden ohne Schulabschluss äußert hier insgesamt weniger Bedenken. Darüber hinaus können die sozialen Desintegrationsbelastungen der befragten jungen Generation mit problematischen Einstellungsmustern und Verhaltensbereitschaften in Verbindung gebracht werden. Zudem belegen die Befunde der Arbeit sowohl bei den Desintegrationseinschätzungen als auch hinsichtlich der bedenklichen gruppenbezogenen Vorurteile einige geschlechtsspezifische Besonderheiten.

Schlüsselwörter: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, GMF-Studie, repräsentative Bevölkerungsbefragung, Vorurteile, Survey, Jugend, soziale Desintegration, Schulabschluss,  Geschlechtereffekte, Einstellungen


How Integrated are Students with and without Graduation? Social Disintegration and its Possible Outcomes

This article takes a closer look at the so-called „losers“ of the educational system in Germany. For this purpose different groups of young people with and without higher graduation are examined. The dependent variables are social disintegration and prejudices towards different target groups. A sample of 1230 youths at the age of 16 – 21 has been drawn from different surveys of the Bielefeld Group-Focused Emnity study. According to the hypotheses the quantitative results show that those adolescents who are less qualified suffer from fear of disintegration.
Surprisingly the group without any academic graduation suffers significantly less from strain of social disintegration. Furthermore fear of disintegration can be linked to problematic attitudes and problematic behaviour towards different target groups. Results of this work show as well gender specific effects in prejudices towards target groups.

Key words: group-focused enmity, GFE-study, representative sample, prejudices, survey, youth, social disintegration, school graduation, gender effects, attitudes


Dr. Kirsten Endrikat
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Psychologie in der Pädagogik der Lernförderung
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
endrikat@ph-heidelberg.de

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